Streit um Mauer: Trump droht mit Schließung der Grenze zu Mexiko

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US-Marinesoldaten beim Bau der Grenzmauer in Douglas, Arizona
US-Marinesoldaten beim Bau der Grenzmauer in Douglas, Arizona im März 2009. Auf 1.100 der rund 3.200 Kilometer langen Grenze zu Mexiko wurden bereits Zäune und Mauern errichtet

Washington. US-Präsident Donald Trump hat der oppositionellen Demokratischen Partei die Schuld am Tod von zwei Migrantenkindern aus Guatemala gegeben. Der Junge und das Mädchen waren während der Haft unter Obhut der US-Grenzschutzagentur gestorben. "Jeder Tod von Kindern oder anderen an der Grenze ist alleine der Fehler der Demokraten und ihrer jämmerlichen Einwanderungspolitik, die es den Leuten erlaubt, sich auf den langen Weg im Glauben zu machen, unser Land illegal betreten zu dürfen. Das können sie nicht", schrieb Trump auf Twitter. "Hätten wir eine Mauer, würden sie es nicht einmal versuchen", heißt es in dem Tweet weiter.

Trump ringt zum Jahresende um die Finanzierung des Mauerbaus. Er hat sogar einen Regierungsstillstand in Kauf genommen, weil der Disput ein neues Haushaltsgesetz blockiert. Der US-Präsident weigerte sich, das Gesetz zu unterzeichnen, weil es keine Mittel für den Mauerbau vorsieht.

Die Demokraten warfen Trump indes vor, den Tod der beiden Kinder zu politisieren. Der Präsident versuche, die Tragödien für sein Prestigeprojekt zu missbrauchen. "Er erfindet wieder einmal Dinge", entgegnete der Abgeordnete Ted Lieu auf Twitter. Die Demokraten fordern eine unabhängige Untersuchung der Todesfälle.

Trump drohte am Freitag, die Grenze zwischen den USA und Mexiko zu schließen, wenn die Demokraten den Bau seines Grenzzaunprojekts weiter blockieren. "Wir werden gezwungen sein, die Südgrenze vollständig zu schließen", es sei denn, es wird eine Finanzierungsvereinbarung getroffen, twitterte er.

Der US-Kongress hat seine Sitzungen für diese Woche ausgesetzt, ohne dass eine Lösung in Sicht ist.

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