Regierung von Venezuela kooperiert mit Rotem Kreuz

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Der Präsident des Internationalen Roten Kreuzes, Peter Maurer, am Dienstag bei einem Treffen mit dem venezolanischen Präsidenten, Nicolas Maduro
Der Präsident des Internationalen Roten Kreuzes, Peter Maurer, am Dienstag bei einem Treffen mit dem venezolanischen Präsidenten, Nicolas Maduro

Caracas. Der Präsident des Internationalen Roten Kreuzes (IKRK), Peter Maurer, hat sich am Dienstag in Venezuela mit Präsident Nicolás Maduro und Außenminister Jorge Arreaza sowie weiteren Regierungsvertretern getroffen, um die Verteilung von medizinischen Gütern und Lebensmitteln zu koordinieren. Maduro zeigte sich nach dem Treffen zufrieden. Man habe bei dem "produktiven Treffen" über "internationale Unterstützung und Hilfe" gesprochen, erklärte er.

Maurer war am Samstag ins Land gekommen und soll bis zum heutigen Donnerstag vor Ort bleiben. Bereits am 29. März hatte Francesco Rocca, der Präsident der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung, zur der auch das IKRK gehört, erklärt, dass die von ihm geleiteten Organisationen innerhalb von 15 Tagen in Venezuela Hilfsgüter verteilen werden.

Von Seiten der venezolanischen Opposition und ihrer Verbündeter ist immer wieder zu vernehmen, die Regierung um Präsident Maduro lasse keine Hilfe ins Land und leugne die humanitäre Krise im Land. Jedoch hatte die venezolanische Regierung Ende Februar auch mit der UN eine technische Zusammenarbeit vereinbart, damit Venezuela einen besseren Zugang zu fehlenden Lebensmitteln und Medikamenten bekommt. Die Regierung des südamerikanischen Landes hat in den letzen Wochen zudem Lieferungen von Ländern wie Russland und China erhalten. Nun soll mit Hilfe des IKRK auch Unterstützung anderer Länder zu den Bedürftigen gelanden.

Dem Roten Kreuz wurde von Seiten der venezolanischen Regierung auch wieder der Zugang zu Gefängnissen gewährt, um die dort Inhaftierten besuchen und deren Lage bewerten zu können. Dies berichtete die Nachrichtenagentur AP am Mittwoch. Das IKRK soll zuletzt im Jahr 2012 Zugang zu Gefangenen in Venezuela gehabt haben. Jedoch wurden in den vergangenen Wochen bereits erste Besuche ermöglicht, wie im Militärgefängnis Ramo Verde außerhalb der Hauptstadt Caracas vor rund zwei Wochen.

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