Erneut Hilfslieferungen aus China in Venezuela eingetroffen

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Aus China sind 71 Tonnen Medizin und chirurgisches Material in Caracas eingetroffen
Aus China sind 71 Tonnen Medizin und chirurgisches Material in Caracas eingetroffen

Caracas. Nachdem schon im März dieses Jahres eine erste chinesische Lieferung bestehend aus 65 Tonnen Hilfsgütern Venezuela erreichte, schickte die Volksrepublik nun zum zweiten Mal humanitäre Unterstützung. Wie verschiedene Medien berichten, trafen sie am vergangenen Montag in der Hauptstadt Caracas ein. Laut dem venezolanischen Gesundheitsministerium handelt es sich um rund 71 Tonnen Medizin und chirurgisches Material.

Wie Gesundheitsminister Minister Carlos Alvarado informierte, beläuft sich die in jüngster Zeit geleistete humanitäre Hilfe aus China zusammen mit Lieferungen aus Russland, des Roten Kreuzes sowie des Roten Halbmonds mittlerweile auf 166 Tonnen. Auch Kuba, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen und die Panamerikanische Gesundheitsorganisation haben Hilfsgüter in das südamerikanische Land geschickt.

Die Regierung von Präsident Nicolás Maduro hat vor allem aufgrund der seit 2015 mehrfach verschärften US-Sanktionen zunehmend Schwierigkeiten, medizinische Güter zu importieren. Die US-Ökonomen Mark Weisbrot und Jeffrey Sachs hatten unlängst in einer Studie aufgezeigt, dass die Strafmaßnahmen 2017 und 2018 mindestens 40.000 Mensch das Leben gekostet haben. Betroffen sind vor allem chronisch Kranke, die oft keine Arzneimittel erhalten. "Durch die Sanktionen werden den Venezolanern lebensrettende Medikamente, medizinische Ausrüstungsgüter, Lebensmittel und andere notwendige Importe vorenthalten". Das verletze US-amerikanisches und internationales Recht, so Weisbrot in der Pressemitteilung.

Auch der Sonderberichterstatter des UN-Menschenrechtsrates über die negativen Folgen einseitiger Zwangsmaßnahmen, Idriss Jazairy, hatte kürzlich erneut angeprangert, die Verhängung von Sanktionen für politische Zwecke verletze die Menschenrechte und die Normen des internationalen Verhaltens, so Jazairy. Sie könnten "von Menschen verursachte humanitäre Katastrophen von beispiellosem Ausmaß" auslösen.

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