Venezuela / Politik

Fortsetzung des Dialogs der Konfliktparteien Venezuelas auf Barbados

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Norwegen, das Oppositionsführer Juan Guaidó nicht als Übergangspräsidenten anerkannt hat, nutzt seine Möglichkeiten als Vermittler
Norwegen, das Oppositionsführer Juan Guaidó nicht als Übergangspräsidenten anerkannt hat, nutzt seine Möglichkeiten als Vermittler

Oslo/Caracas. Das Außenministerium von Norwegen hat informiert, dass die Verhandlungen "der wichtigsten politischen Akteure in Venezuela" über eine Lösung der Krise ihres Landes fortgeführt werden. Die Teilnehmer der Gespräche würden "kontinuierlich und effizient" arbeiten.

Nach der ersten Gesprächsrunde in Oslo werden die Verhandlungen zwischen den Delegationen der Regierung und der Opposition von Venezuela auf der Karibikinsel Barbados, einem unabhängigen Staat innerhalb des britischen Commonwealth, fortgesetzt.

Wie bereits während der ersten Gesprächsrunde rief das norwegische Außenamt erneut die Parteien auf, "in ihren Kommentaren und Erklärungen zum Prozess äußerste Vorsicht walten" zu lassen. Für den Nutzen der Verhandlungen seien ein konstruktives Umfeld und die Respektierung der vereinbarten Vertraulichkeit wichtig, so die offizielle Erklärung weiter.

Außenministerin Ine Eriksen Søreide betonte ihre Hoffnung, "dass die Parteien bei der Suche nach nachhaltigen Lösungen für alle Venezuelaner vorankommen werden".

Der Informationsminister von Venezuela, Jorge Rodríguez, versicherte, dass die Delegation der Regierung die Leitlinien des nationalen Dialogprozesses uneingeschränkt respektiere. Über seinen Twitter-Account forderte er "alle auf, sich um diese Verhandlungsbemühungen unter den Venezolanern zu kümmern".

Der zweite Vizepräsident der oppositionell dominierten Nationalversammlung, Stalin Gonzalez erklärte, dass man sich "zusammen mit der internationalen Gemeinschaft und dank der Mobilisierung aller Venezuelaner" voran bewege, "um das Leiden unseres Volkes zu beenden und unsere Zukunft in Freiheit zu wählen".

Die Führungsfigur der Opposition, Juan Guaidó, hat indes für den kommenden Dienstag seine Anhänger erneut zu Protesten in der Hauptstadt Caracas aufgerufen. Zeitgleich werde eine Parlamentssitzung stattfinden. Das "Zentrum für nationale Kommunikation", das offenbar Guaidós "Präsidentschaft" dient, stellt für diesen Tag "wichtige Ankündigungen über unseren Kampf für die Freiheit Venezuelas" in Aussicht.

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