Kuba unterzeichnet Vertrag mit Opec-Fonds

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Der Opec-Fonds unterstützt Infrastrukturprojekte für die Wasserversorgung in Kuba
Der Opec-Fonds unterstützt Infrastrukturprojekte für die Wasserversorgung in Kuba

Havanna. Vertreter des Fonds der Organisation Erdöl fördernder Staaten (Opec) für Internationale Entwicklung und der kubanischen Regierung haben insgesamt fünfzehn Kooperationsabkommen unterzeichnet. Der Generaldirektor des Fonds, Abdulhamid Alkhalifa, kam dabei auch mit Ricardo Cabrisas, dem Vizepräsidenten des Ministerrats von Kuba, zu einem Gespräch zusammen. Beide verwiesen auf die langjährigen Beziehungen und die Unterstützung des Fonds für verschiedene Programme und Politiken zur wirtschaftlichen Entwicklung in Kuba. Dazu gehörten vor allem Projekte für den Bereich der Wasserversorgung, dem die kubanische Regierung hohe Priorität beimisst. Als Teil des umfangreichen Wasserprogramms des Landes hat der Fonds in den letzten zwei Jahrzehnten mehrere Projekte finanziert. Zusammen mit Programmen für die Landwirtschaft und den Energiesektor beziffert das kubanische Ministerium für Außenhandel die finanzielle Unterstützung auf bislang 278,5 Millionen US-Dollar.

Speziell für den Wassersektor wird nun ein Programm zur Beseitigung von Wasserverlusten auf den Weg gebracht, weil die Verluste aufgrund von Schäden in Rohr- und Kanalisationssystemen sehr hoch sind. Außerdem wurde ein Darlehensvertrags zur Finanzierung eines Sanitär- und Entwässerungsprojekts in den Gemeinden La Lisa und Playa unterzeichnet sowie ein Abkommen für Sanitär- und Versorgungsvorhaben in Las Tunas, Trinidad, Bayamo, Guantánamo und Palma Soriano.

Antonio Rodríguez, Präsident des Nationalen Institutes für Wasserressourcen, der diese Dokumente für Kuba unterzeichnete, zeigte sich sehr zufrieden, für diese wichtigen Vorhaben Unterstützung durch den Opec-Fonds zu erhalten. Wegen der zunehmenden Stärke und Häufigkeit von Extremwetterereignissen und Hurrikans in der Region wurde zudem die Unterstützung für ein Sturmkanalisations- und Entwässerungsprojekt in West-Havanna vereinbart. Weitere Abkommen beziehen sich auf die Modernisierung und Überarbeitung der Energieerzeugung und die Förderung erneuerbarer Ressourcen.

Abschließend bekräftigte Cabrisas bei dem Gedankenaustausch mit dem Generaldirektor des Opec-Fonds das Interesse Kubas, weiterhin mit ihm zusammenzuarbeiten, und zwar einerseits bei nationalen Projekten wie bisher, aber auch bei der Entwicklung von Dreiecks-Kooperationen mit anderen Ländern in der Karibik, hauptsächlich in Fragen der Wasserwirtschaft, die in der Region eine besondere Dringlichkeit besitzen.

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