Kuba gedenkt seiner Opfer des US-Staatsterrorismus

Havanna. Am Dienstag ist in Kuba der Tag des Gedenkens an die Opfer des Staatsterrorismus der USA gegen den Inselstaat begangen worden.

Die kubanische Bevölkerung und die Regierung erinnern am 6. Oktober jeden Jahres seit 1976 an die mehr als 3.400 Todesopfer, die durch die direkten und indirekten Angriffe der US-Regierung, ihrer Behörden und Unterstützergruppen seit der Revolution von 1959 zu beklagen sind.

Vor 44 Jahren wurde ein Bombenanschlag auf ein Flugzeug der Cubana de Aviación mitten im Flug über Barbados verübt. Dabei wurden 73 Menschen getötet, darunter die gesamte kubanische Jugendfechtmannschaft, die gerade die zentralamerikanische Meisterschaft in Caracas gewonnen hatte und sich auf dem Heimweg befand.

Präsident Miguel Díaz-Cane bezeichnete dies "als einen feigen und grausamen Akt“, der nachweislich von den Terroristen Luis Posada Carriles und Orlando Bosch, beide im Dienst der Central Intelligence Agency (CIA), organisiert wurde. Die Täter konnten ungestraft, belohnt, ermutigt, beschützt und unbehelligt in den USA leben.

An diesem Gedenktag wird auch der unzähligen anderen Opfer gedacht, die in den letzten sechs Jahrzehnten durch Tausende von Sabotageakten der USA gegen die Insel verursacht wurden.

Darüber hinaus wurde an die wirtschaftlichen, militärischen, biologischen, psychologischen, diplomatischen und medialen Angriffe sowie die Spionageattacken erinnert, darunter auch die zahlreichen Versuche, Führungspersönlichkeiten Kubas zu ermorden, wie Ernesto Che Guevara und Fidel Castro.

Nach kubanischen Angaben starben durch die US-Aktionen in Kuba mindestens 3.478 Menschen und 2.999 erlittene durch Verletzungen dauerhafte körperlich Schäden.

Hinzu kommen weitere Folgen der gewalttätigen Aktionen und Pläne Washingtons gegen die kubanische Gesellschaft, wie ökonomische und psychologische Beeinträchtigungen.

Ein Beispiel für den Terrorismus der benachbarten militärischen Supermacht ist der Bombenanschlag gegen das Hotel Copacabana im Jahr 1998, bei dem der junge italienische Tourist Fabio Di Celmo ums Leben kam.

Am 30. April dieses Jahres war die kubanische Botschaft in Washington Schauplatz eines neuen Terroraktes, als der kubastämmige Alexander Alazo mit einem Schnellfeuergewehr mehr als 30 Schüsse auf das Gebäude abgab. Bislang hat die Regierung der USA diesen Anschlag nicht öffentlich verurteilt und eine Kooperation mit kubanischen Stellen abgelehnt. In westlichen Medien werden diese Fakten weitgehend verschwiegen.

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