Lima. Erik Prince, Gründer des umstrittenen privaten Sicherheits- und Militärunternehmens Blackwater, hat in der letzten Woche in Peru Gespräche über neue Aufträge geführt. Geplant waren Treffen mit peruanischen Behörden und Akteuren des Bergbausektors, um den illegalen Bergbau, den Drogenhandel und die organisierte Kriminalität zu bekämpfen. Der peruanische Ökonom und ehemalige Präsidentschaftskandidat Hernando de Soto begleitete Prince auf seiner Reise.
Blackwater, mittlerweile in Academi umbenannt, steht spätestens seit der Tötung von 17 Zivilisten in Bagdad im Jahr 2007 im Zentrum öffentlicher Kritik. Menschenrechtsorganisationen warnen vor der Privatisierung von Gewalt und dem Verlust demokratischer Kontrolle über bewaffnete Akteure.
Prince zufolge traf er sich mit den Minenarbeitern "die von der Gewalt des illegalen Bergbaus betroffen sind" sowie "Angehörigen der Polizei, der Armee und des Geheimdienstes". De Soto kommentierte, dass trotz der unterschiedlichen Erfahrungen in Peru und Ecuador ein Bedarf an Instrumenten und Wissen besteht, die in beiden Fällen nützlich sein können.
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Academi hat in den vergangenen Monaten seine Aktivitäten in Lateinamerika ausgeweitet (amerika21 berichtete). Anfang des Jahres wurde bekannt, dass das Unternehmen ein viel kritisiertes sogenanntes Sicherheitsabkommen mit der ecuadorianischen Regierung von Präsident Daniel Noboa abgeschlossen hat.
Der Besuch von Prince in Peru markiert einen neuen Vorstoß privater Sicherheitsunternehmen in der Region und könnte die Militarisierung sozialer Konflikte verstärken. Peruanische Menschenrechtsorganisationen und Wissenschaftler kritisieren, dass der Einsatz privater Sicherheitsfirmen die nationale Souveränität untergrabe und die verfassungsrechtlich verankerte zivile Kontrolle des Militärs infrage stelle.

