Spanien: Solidarität mit Kuba in Asturien

Jahrestreffen der Kuba-Solidarität im spanischen Gijón. Teilnahme vom Vertreter des ICAP trotz US-Sanktionen gegen die Organisation

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Der kubanische Botschafter Marcelino Medina auf dem 18. Solidaritätstreffen in Spanien
Der kubanische Botschafter Marcelino Medina auf dem 18. Solidaritätstreffen in Spanien

Gijón. Am Freitag hat im nordspanischen Gijón das 18. Nationale Treffen der Solidarität mit Kuba begonnen. An dem dreitägigen Treffen in der Partnerstadt Havannas kamen 200 Teilnehmer aus 45 Organisationen der Kuba-Solidarität zusammen. Die Zusammenkunft begann mit der Einweihung der Alicia-Alonso-Gärten, mit denen an die im Jahr 2019 verstorbene Primaballerina und Ballettdirektorin erinnert wurde. Die Generalkonsulin für Asturien, Galicien und Kantabrien, Ingrid Izquierdo, hob die Bedeutung von Alicia Alonso als "Symbol für Talent, Beharrlichkeit, künstlerische Exzellenz und kulturelles Engagement" hervor und sprach dem Stadtrat von Gijón sowie der Vereinigung "Lázaro Cárdenas" ihren Dank für die Initiative aus.

Der Sprecher der Vereinigung "Lázaro Cárdenas", Jesús Montes Estrada, hob in seiner Rede die Bedeutung der Region für die spanisch-kubanischen Beziehungen hervor und verwies auf die Auswanderung tausender Asturier im 19. Jahrhundert nach Kuba. So besitzen der Revolutionär Camilo Cienfuegos, der Präsident Miguel Díaz-Canel sowie der am 21. Juni verstorbene Revolutionskommandant Ramiro Valdés asturische Wurzeln. Auch der Botschafter der Republik Kuba in Spanien, Marcelino Medino, kam am Eröffnungstag zu Wort. In seinem Grundsatzreferat sprach er über die gegenwärtige Aggressionspolitik der US-Regierung und versicherte den Anwesenden, dass sein Land standhaft bleiben und Widerstand leisten werde.

Der Kampf gegen die Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade sowie die Desinformationskampagnen und die Förderung von Kooperationsprojekten sind die inhaltlichen Schwerpunkte des Solidaritätstreffens. Ovidio Zapico, der Koordinator der Vereinigten Linken (IU) in Asturien und Regionalminister für Raumordnung, Stadtentwicklung, Wohnungswesen und Bürgerrechte des Fürstentums Asturien, unterstrich seine Bereitschaft zur Verteidigung der kubanischen Revolution und verurteilte die US-Blockade.

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Der Präsident des Kubanischen Institutes für Völkerfreundschaft (ICAP), Fernando González Llort, dankte den Anwesenden in seiner Grußbotschaft für ihre Unterstützung und rief die Vertreter der zahlreich vertretenen Solidaritätsgruppen zur Einheit und Geschlossenheit angesichts der US-Angriffe auf. Von besonderer Bedeutung war seine Teilnahme, da die US-Regierung das ICAP vor wenigen Wochen erstmals auf eine Sanktionsliste setzen ließ und der Besuch von Fernando González Llort vor diesem Hintergrund zunächst unsicher schien.

Das Treffen wurde am Samstag und am heutigen Sonntag mit zahlreichen Workshops, Gesprächsrunden und Sitzungen fortgesetzt, in denen die aktuellen Herausforderungen für die spanische Solidaritätsbewegung erörtert wurden. Kulturell begleitet wird das Treffen von zahlreichen Veranstaltungen zu Kuba auf dem parallel stattfindenden Festival "Schwarze Woche" von Gijón.