Argentinien / Politik

Neoliberale Kehrtwende in Argentinien - nach nur 40 Tagen

Präsident Mauricio Macri realisiert mit Dekreten in Finanz- und Sozialpolitik massive Einschnitte

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Die Kampagne "No somos ñoquis" ruft zu Demonstrationen am 29. Januar gegen die Massenentlassungen auf. Als "ñoquis" werden Angestellte bezeichnet, die Gehalt kassieren ohne zu arbeiten
Die Kampagne "No somos ñoquis" ruft zu Demonstrationen am 29. Januar gegen die Massenentlassungen auf. Als "ñoquis" werden Angestellte bezeichnet, die Gehalt kassieren ohne zu arbeiten

Argentiniens Präsident Mauricio Macri ist erst gerade 46 Tage im Amt – und schon hat er das Land quasi im Alleingang komplett umgekrempelt. Steuererleichterungen für Großunternehmen, massive Abwertung des Pesos, Einsparungen bei der Unterstützung der ärmeren Bevölkerungsschichten, Massenentlassungen im öffentlichen Sektor, Repression gegen soziale Bewegungen und Gewerkschaften.

Der argentinische Journalist Sergio Ferrari ist sehr besorgt über den autoritären Kurs des neuen Präsidenten. Ferrari engagierte sich selber sein ganzes Leben lang in sozialen Bewegungen. Während der Diktatur in Argentinien Ende der Siebziger, Anfang der Achtziger Jahre war er aus politischen Gründen drei Jahre im Gefängnis und wurde dann des Landes verwiesen. Heute lebt Sergio Ferrari in Bern. Wilma Rall hat ihn getroffen.

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