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10.10.2018 Brasilien / Politik

Brasilien unter Schock

Nach Ergebnis des rechtsextremen Kandidaten im ersten Wahlgang zur Präsidentschaft
Hat 7 Millionen "Follower bei Facebook: Jaime Messias Bolsonaro

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Quelle: @jairbolsonaro

Die Wahlen am 7. Oktober in Brasilien haben einen großen Teil der Bevölkerung und viele externe Beobachter schockiert. Der faschistische Kandidat Jair Bolsonaro stand in den ersten Hochrechnungen bei 49 Prozent. Viele befürchteten, daß er die Präsidentschaft schon im ersten Durchgang gewinnt. Am Ende standen 46 Prozent der Wähler und Wählerinnen hinter dem ehemaligen Militär, der sich trotz seiner 28 Jahre als Abgeordneter als Außenseiter präsentieren konnte, der die Korruption bekämpft und gleichzeitig Geld für die Partei wäscht. Der die traditionelle Familie verteidigt und mit drei Ehefrauen fünf Kinder zeugte.

Der zweitplazierte Kandidat der Arbeiterpartei (PT), Fernando Haddad, schnitt mit 29 Prozent besser ab als in den Umfragen vorhergesagt. Allerdings sehen die Aussichten für die zweite Runde recht düster aus. Auch wenn es die demokratischen Kräfte schaffen, die Unterstützung für die anderen Kandidaten hinter Haddad zu vereinen, wird die Entscheidung hauchdünn im zweiten Wahldurchgang am 28. Oktober.

Die Bevölkerung stimmte am Wochenende aber nicht nur über den künftigen Präsidenten ab, sondern bestimmte zwei Drittel des Senats neu, wählte die Abgeordneten für das Parlament und bestimmten die Gouverneure der Bundesstaaten.

Viel Stoff für Diskussionen also die wir heute mit Thomas Father, Vorstand der Kooperation Brasilien sowie Gabriella Riffel, Praktikantin in der Geschäftsstelle der KoBra führen.

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