Christian Russau

Gericht in Brasilien: Indigene müssen Staudamm Teles Pires zustimmen

Gravierende Folgen für Umwelt und indigene Bevölkerung. Gerichtsurteil aber durch Eingabe der Regierung im "nationalen Interesse" außer Kraft gesetzt
Cuiabá, Brasilien. Ein brasilianisches Bundesgericht, zuständig für die Großregion Amazonien, hat Anfang Dezember in einem von der Bundesstaatsanwaltschaft angestrengten Prozess in zweiter Instanz entschieden, dass das seit Ende 2015 in Betrieb befindliche Wasserkraftwerk Teles... weiter

Außenhandelskammer São Paulo und die Diktatur in Brasilien

Unaufgearbeitete Verstrickungen. Deutsche Außenhandelskammer in Brasilien feiert 100 jähriges Bestehen. Diktatur-Förderer noch immer "Ehrenmitglied"
São Paulo. Die größte deutsche Außenhandelskammer der Welt, die AHK São Paulo, begeht am 23. November dieses Jahres in São Paulo eine große Gala zur 100-Jahr-Feier. In einer zu diesem Anlass erstellten Publikation geht die AHK auf die Dienste ihres langjährigen Präsidenten João... weiter

Brasiliens De-facto-Regierung will Staatsausgaben für 20 Jahre festsetzen

Haushaltsbremse in erster Lesung bewilligt. Einschnitte bei Einkommen und Sozialpolitik befürchtet. Budgeterhöhung nur im Rahmen der Inflation möglich
Brasília. Die brasilianische De-facto-Regierung unter Michel Temer hat im Abgeordnetenhaus die erste Hürde für die fiskalpolitische Haushaltsbremse der Bundesausgaben für die kommenden 20 Jahre genommen. Harte Einschnitte werden befürchtet. Der die Haushaltsbremse festlegende... weiter

Thyssenkrupp-Stahlwerk in Brasilien wird nicht geschlossen

Nach sechs Betriebsjahren errreicht TKCSA trotz nachgewiesener toxischer Emissionen und anhaltendem Widerstand von Betroffenen die behördliche Genehmigung
Brasília. Das brasilianische Landesumweltkontrollamt hat trotz Protesten von Anwohnern und Fischern sowie anhängiger Klagen dem umstrittenen Stahlwerk Companhia Siderúrgica do Atlântico (TKCSA) des deutschen Industriekonzerns Thyssenkrupp die Betriebsgenehmigung für einen Zeitraum... weiter

Brasilien muss sich wegen Staudammbau vor der CIDH verantworten

Verfahren der Interamerikanischen Menschenrechtskommission gegen Brasilien wegen Mißachtung indigener Rechte durch geplanten Staudamm Belo Monte
Washington/Brasília. Die Menschenrechtskommission der Organisation AmerikanischerStaaten (OAS) hat offiziell das Verfahren gegen Brasilien im Zusammenhang mit dem Staudamm Belo Monte eröffnet. Vorausgegangen waren vier Jahre gegenseitiger Schuldzuweisungen und Anfeindungen sowie... weiter

Folterer der Diktatur in Brasilien straflos verstorben

Chef des Folterzentrums DOI-CODI wurde strafrechtlich nie für seine Taten belangt. Öffentlich durfte er als Folterer bezeichnet werden
Brasília. Einer der berüchtigsten Folterer der brasilianischen Militärdiktatur, Carlos Alberto Brilhante Ustra, ist am 15. Oktober gestorben. Strafrechtlich war er nie zur Verantwortung gezogen worden. Zivilrechtlich wurde in mehreren Instanzen den Klägerinnen und Klägern der... weiter

VW unter Druck wegen Kollaboration mit Diktatur in Brasilien

Menschenrechtskollektiv reicht in São Paulo Klage gegen VW wegen Verwicklung in Diktaturverbrechen ein. Konzern-Historiker nach Brasilien entsandt
São Paulo. Der Chef-Historiker von VW, Manfred Grieger, hat die Mitwirkung des Unternehmens bei der Aufklärung der Verwicklung in Verbrechen während der Diktatur in Brasilien zugesagt. VW bedauere "in höchstem Maße, dass den Betroffenen - gegebenenfalls unter Beteiligung von... weiter

Marktmacht in Brasilien schützt Siemens vor Strafe

Gericht setzt Fünfjahresbann von Staatsaufträgen wieder aus, allerdings noch immer ohne Freispruch in der Sache
São Paulo. Die Siemens-Generalniederlassung in Brasilien ist vor Gericht zum mittlerweile vierten Mal seit 2009 von dem Bann bei Staatsaufträgen temporär befreit worden. Dabei geht es um den Vorwurf der Korruption durch Siemens-Mitarbeiter bei Ausschreibungen der brasilianischen... weiter