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27.11.2016 Deutschland / Kuba / Politik

Netzwerk Cuba – Informationsbüro – e.V.: Zum Tod von Fidel Castro Ruz

Fidel Castro

Fidel Castro

Quelle: Roberto Chile
Lizenz: © Roberto Chile

Mit tiefer Trauer haben das cubanische Volk und seine Freundinnen und Freunde in ganz Amerika, in aller Welt, und damit auch die Cuba-Solidaritätsbewegung in der BRD zur Kenntnis nehmen müssen, dass am gestrigen Freitagabend, dem 25. November 2016 der Comandante en Jefe de la Revolución Cubana, Fidel Castro Ruz, verstorben ist.

Mit dem Tod von Fidel Castro verliert die Menschheit eine Persönlichkeit von höchstem Format. Die historische Leistung des cubanischen Volkes und seiner Revolution von 1959 unter der Führung von Fidel Castro haben auch fortschrittliche, linke, sozialistische und kommunistische Menschen im imperialistischen Norden unseres Planeten im Kampf für eine bessere Welt inspiriert. Die cubanische Revolution mit Fidel Castro war immer ein Referenzpunkt dafür, dass eine bessere Welt als Alternative zum Kapitalismus möglich ist.

Fidel Castro hat diese Zuversicht charismatisch verkörpert, hat die Revolution gelebt und vorangetrieben, und zwar gegen alle Widerstände, Subversion und allen Terror (darunter über 600 Attentatsversuche!) der benachbarten Supermacht USA und anderer imperialistischer Regierungen. Er war ein Revolutionär aus der sogenannten Dritten Welt. Emanzipation und Befreiung der Menschen hat eine unabdingbare Voraussetzung, sich von der Kontrolle durch den Imperialismus zu befreien. Schon früh gewann Fidel die Erkenntnis, welche große Bedeutung der Dritten Welt als eigenständiger politischer Kraft in Zukunft zukommen würde. Fidel Castro knüpfte eine ganze Reihe persönlicher Beziehungen zu führenden Politikern Afrikas, Asiens, Lateinamerikas und er entwickelte sich zu einer der führenden und einflussreichsten Persönlichkeiten der Dritten Welt-Bewegung. Selbst seine Feinde mussten zähneknirschend seine standhafte Haltung gegenüber den mächtigen USA anerkennen.

Unter seiner Führung wurde Cuba zu einem Vorbild an internationalistischer Politik und Solidarität: so beim Befreiungskampf in Angola, der das Ende des Kolonialismus und die Todesstunde des Apartheidregimes in Südafrika einläutete, und in seiner Solidarität mit dem fortschrittlichen Lateinamerika und dem Aufbau selbstbestimmter Gesellschaften und sozialer Entwicklungen dort. Beispielgebend war auch Fidel Castros Kampf für den Frieden und für Umwelt- und Klimaschutz, die durch den globalisierten neoliberalen Kapitalismus gefährdet sind. Unvergessen seine Aussage, die immer wieder durch Taten gelebt wurde und wird: „Wir geben nicht nur das, was wir übrig haben, sondern wir teilen, was wir haben. Das ist der Humanismus, der die cubanische Gesellschaft prägt.“

Wir übermitteln unser herzliches Beileid an die Familienangehörigen, an die compañeras und compañeros, an das cubanische Volk das weiterhin unter schwierigsten Bedingungen an einer Weiterentwicklung des cubanischen Sozialismus arbeitet.

Wir werden im Geiste Fidels weiterhin unermüdlich und immer wieder neu Cuba auf seinem Weg für die selbstbestimmte Entwicklung unterstützen und an der Seite des sozialistischen Cuba wirken. Denn – wie Fidel Castro immer wieder betonte:

Eine bessere Welt ist möglich!

Vorstand des Netzwerk Cuba –Informationsbüro- e.V.

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