Mexiko: Suche nach Verschwundenen im Juareztal

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Abgerissene Suchplakate nach verschwundenen Frauen und Mädchen auf der Juárezallee, die zur Grenzbrücke in die USA führt
Abgerissene Suchplakate nach verschwundenen Frauen und Mädchen auf der Juárezallee, die zur Grenzbrücke in die USA führt

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Das Grafitti einer vermummten Frau in Ciudad Juárez
Das Grafitti einer vermummten Frau in Ciudad Juárez

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Mit den Namen von Ermordeten bestickte Taschentücher hängen vor dem Denkmal von Benito Juárez, dem Namensgeber der Stadt
Mit den Namen von Ermordeten bestickte Taschentücher hängen vor dem Denkmal von Benito Juárez, dem Namensgeber der Stadt

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Aktuelles Suchplakat einer Verschwundenen auf der Hauptverkehrsachse durch Ciudad Juárez
Aktuelles Suchplakat einer Verschwundenen auf der Hauptverkehrsachse durch Ciudad Juárez

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Ein Kreuz aus rostigen Nägeln mit der Unterschrift "Ni una más" (Nicht eine mehr) erinnert vor der Grenzbrücke zu den USA an die Femizide in Ciudad Juárez
Ein Kreuz aus rostigen Nägeln mit der Unterschrift "Ni una más" (Nicht eine mehr) erinnert vor der Grenzbrücke zu den USA an die Femizide in Ciudad Juárez

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Kreuz mit dem Namen einer Ermordeten am offiziellen Gedenkort, der nach der Verurteilung Mexikos durch den Interamerikanischen Menschenrechtsgerichtshof wegen Vereitelung der Aufklärung der Frauenmorde entstanden ist
Kreuz mit dem Namen einer Ermordeten am offiziellen Gedenkort, der nach der Verurteilung Mexikos durch den Interamerikanischen Menschenrechtsgerichtshof wegen Vereitelung der Aufklärung der Frauenmorde entstanden ist

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Zwei ForensikerInnen sichern den Tatort, dort, wo Familienangehörige Knochen im Juáreztal gefunden haben
Zwei ForensikerInnen sichern den Tatort, dort, wo Familienangehörige Knochen im Juáreztal gefunden haben

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Eines von vielen Wandgemälden in der Stadt, die versuchen, die Erinnerung an die Verschwundenen und die Forderung nach Gerechtigkeit wachzuhalten
Eines von vielen Wandgemälden in der Stadt, die versuchen, die Erinnerung an die Verschwundenen und die Forderung nach Gerechtigkeit wachzuhalten

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Dort, wo im ausgetrockneten Navajobachlauf schon die Überreste von ermordeten Frauen und Mädchen gefunden wurden, soll weitergesucht werden
Dort, wo im ausgetrockneten Navajobachlauf schon die Überreste von ermordeten Frauen und Mädchen gefunden wurden, soll weitergesucht werden

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Polizei und Militär begleiten den zivilen Sucheinsatz im vom Juárezkartell beherschten Juáreztal; der lokale Polizeiposten ist seit langem nicht mehr besetzt
Polizei und Militär begleiten den zivilen Sucheinsatz im vom Juárezkartell beherschten Juáreztal; der lokale Polizeiposten ist seit langem nicht mehr besetzt

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Mit Hilfe von GPS-Daten wurden die bisherigen Fundorte auf Karten eingezeichnet und ein angrenzendes Gebiet für die Suche ausgewählt
Mit Hilfe von GPS-Daten wurden die bisherigen Fundorte auf Karten eingezeichnet und ein angrenzendes Gebiet für die Suche ausgewählt

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Familienangehörige vor der unendlichen Weite des Juáreztals: Bis auf eine Handvoll Siedlungen ist das Gebiet direkt an der Grenze zu den USA und südlich von Ciudad Juárez unbewohnt - ein strategischer Ort für Organisierte Kriminalität
Familienangehörige vor der unendlichen Weite des Juáreztals: Bis auf eine Handvoll Siedlungen ist das Gebiet direkt an der Grenze zu den USA und südlich von Ciudad Juárez unbewohnt - ein strategischer Ort für Organisierte Kriminalität

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Ein menschlicher Oberschenkelknochen zwischen Wüstenvegetation
Ein menschlicher Oberschenkelknochen zwischen Wüstenvegetation

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Teilnehmende der Suche bei Knochenfunden im Juáreztal
Teilnehmende der Suche bei Knochenfunden im Juáreztal

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Forensikerin an einem Fundort: die Behörden nehmen auf, was die zivilen Freiwilligen finden – selbst begleiten sie die Suche nur
Forensikerin an einem Fundort: die Behörden nehmen auf, was die zivilen Freiwilligen finden – selbst begleiten sie die Suche nur

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Mütter auf der Suche nach ihren Kindern: "Solange die Flamme der Hoffnung nicht erlischt, werde ich dich weiter suchen"
Mütter auf der Suche nach ihren Kindern: "Solange die Flamme der Hoffnung nicht erlischt, werde ich dich weiter suchen"

Die mexikanische Grenzstadt Ciudad Juárez erlangte erstmals in den 1990er Jahren durch Frauenmorde eine traurige Berühmtheit. Vor ein paar Jahren stand der Maquila-Boomtown als "gefährlichste Stadt der Welt" im Fokus der Medien (2008-2012). Der Femizid nahm in Zeiten der militärischen Besetzung und der Kampf der Kartelle um die Stadt noch zu. Heute ist die Gewalt in der Stadt enorm zurückgegangen und die Menschen sind in die öffentlichen Räume zurückgekehrt.

Doch außerhalb der Stadt ist das Juáreztal weiterhin fest in Hand des Juarezkartells und seiner die Polizei infiltrierenden Unterorganisation La Linea. Für zivilgesellschaftliche Organisationen ist klar, dass es hier geheime Massengräber aus den Zeiten der Militärbesetzung gibt. Gerichtlich bewiesen ist, dass Frauen und Mädchen, die in den Jahren 2010 und 2011 aus dem Zentrum entführt wurden, hier umgebracht wurden. Verantwortlich dafür zeichnet sich eine Bande der Aztecas, dem bewaffneten Arm des Juarezkartells, dass diese zu Prostitution und Drogenverkauf zwang und schließlich ihre Leichen in der Wüste der Sonne und wilden Tieren überließen.

Seit vergangenem Jahr gibt es zivilgesellschaftliche Sucheinsätze rund um den Fundort des Navajobachs im Juáreztal, um weitere menschliche Überreste zu finden. Familienangehörige von Verschwundenen und Menschenrechtsorganisationen rufen dazu auf. Unterstützt werden diese von einem erfahrenen Angehörigenkollektiv aus Torreon. Wie in ganz Mexiko und - so auch aktuell in den Medien; in Veracrúz - sind es diese, die die Überreste ihrer Vermissten suchen und finden.

Am 23. März formierte sich darüber hinaus ein unabhängiges forensisches regionales Komitee in Ciudad Juárez, da die Forensik Teil der korrumpierten Polizei ist. Als Vorbild für diese Initiative kann das Argentinische Team für Anthropologische Forensik (EAAF) gelten, das auch bei der Aufklärung des Falles der 43 gewaltsam verschleppten Studenten aus Iguala, Guerrero, maßgeblich beteiligt ist.

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