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Chávez will Finanzsystem für ALBA ausbauen

Caracas. Der venezolanische Präsident Hugo Chávez hat am Mittwoch (Ortszeit) die Schaffung eines umfassenden Finanzsystems für die Bolivarische Allianz für Amerika (ALBA) vorgeschlagen. Dieses solle in der Lage sein, die gerechte Verteilung des Reichtums der Mitgliedsländer zu garantieren. Dem 2004 gegründeten Bündnis für gerechten Handel gehören derzeit die Länder Antigua und Barbuda, Bolivien, Dominica, Ecuador, Kuba, Nicaragua, St. Vincent und die Grenadinen sowie Venezuela an.

Das Finanzsystem müsse geschaffen werden um die verschiedenen Ressourcen der Länder gerecht unter den Völkern aufteilen zu können, „statt die Bourgeoisie zu bereichern oder unsere Reichtümer an den Imperialismus zu übergeben“, sagte Chávez.

Die Grundlage für ein solches Finanzsystem sei bereits durch die 2008 gegründete ALBA-Entwicklungsbank gegeben. Die Bank ist unter anderem zuständig für den weiteren Ausbau des Zahlungsverkehrs in der ALBA-Währung SUCRE. Das so genannte einheitliche regionale Verrechnungssystem besteht seit Anfang des Jahres als Buchgeld ähnlich dem europäischen ECU, dem Vorläufer des Euro. Mit dem SUCRE wollen die Mitgliedsstaaten unabhängiger vom US-Dollar werden.

Kurz vor Chávez' Äußerungen hatte die venezolanische Regierung bekannt gegeben, dass zukünftig der venezolanische Außenminister Nicolás Maduro Moros die Präsidentschaft der ALBA-Bank übernimmt.

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