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Flug aus Kuba konnte trotz Probleme nicht in USA landen

Havanna/ Frankfurt. Ein Linienflug der deutschen Airline Condor konnte am Montag kurz nach dem Start in der kubanischen Hauptstadt Havanna trotz technischer Probleme nicht in den nahen USA zwischenlanden. Das bestätigte ein Sprecher des Flugunternehmens gegenüber amerika21.de. Die Boing 767-300 sei am Montag statt dessen in der Dominikanischen Republik auf dem Flughafen von Punta Cana gelandet. Ein eigenes Technikteam konnte dort eine defekte Anzeige im Cockpit reparieren. Die 241 Fluggäste kamen mit rund 39 Stunden Verspätung in Frankfurt am Main an. Es habe sich um keine Notlandung gehandelt, so der Sprecher der Condor.

In den vergangenen Jahren kam es durch die US-Blockade gegen Kuba immer wieder zu schweren Eingriffen in den Flugverkehr. Im August 2009 wurde eine Maschine der Air France von Paris nach Mexiko umgeleitet, weil sich ein Berater der Linksfraktion GUE/NGL im Europäischen Parlament an Bord befand. Ende April 2009 war ebenfalls einem Flug der Air France die Nutzung des US-Luftraums verwehrt worden. Damals hatte sich der gebürtige Kolumbianer Hernando Calvo Ospina an Bord befunden. Ospina, der mach mehreren Morddrohungen rechtsgerichteter Paramilitärs im französischen Exil lebt, ist Autor zahlreicher Bücher und Zeitungsartikel, in denen er die Militärpolitik der USA in Südamerika kritisiert.

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