Haiti / Politik

Aristide nach sieben Jahren Exil in Haiti gelandet

Port-au-Prince. Vertreter der illegalisierten haitianischen Partei Fanmi Lavalas des 2004 gestürzten Staatschefs Jean Bertrand Aristide haben den Politiker am Flughafen "Toussaint Louverture" der Hauptstadt Port-au-Prince empfangen. Dort kam Aristide am Nachmittag (Ortszeit) an, berichtete der lateinamerikanische Nachrichtensender Telesur. Der ehemalige Präsident war in der Nacht zuvor aus Südafrika aufgebrochen, wo er sieben Jahre lang in Exil gelebt hatte.

Aristide reiste nach Angaben der kubanischen Nachrichtenagentur Prensa Latina in Begleitung seiner Ehefrau, seiner zwei Töchter und enger Vertrauter. Im Flugzeug saßen zudem Kulturschaffende und Pressevertreter wie die US-amerikanische TV-Journalistin Amy Goodman von alternativen Sender "Democracy Now!". In Südafrika hatte Aristide seine Rückkehr mit dem Willen begründet, beim Wiederaufbau des von einem Erdbeben zerstörten Landes zu helfen. Vor allem beim Aufbau des Bildungswesens wolle er mitwirken.

Die USA und Frankreich – die beide an dem Putsch gegen Aristide Ende Februar 2004 beteiligt waren – hatten sich mit scharfen Worten gegen eine Rückkehr des ehemaligen Armenpriesters ausgesprochen.

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr