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Venezuela und Bolivien kritisieren Angriff auf Libyen

Caracas. Venezuelas Präsident Hugo Chávez hat den Angriff auf Libyen erneut verurteilt. Die "Intervention der Warlords USA, Frankreich und Großbritannien sowie ihrer Alliierten" sei unverantwortlich, sagte der Staatschef nach Angaben des lateinamerikanischen Nachrichtensenders Telesur.

"Die Intervention in Libyen hat begonnen", zitiert der Sender Chávez. Dies sei bedauerlich, weil es "mehr Tote und mehr Krieg bedeutet". Hinter dem Angriff stünden die USA und ihre europäischen Alliierten, sagte er am Rande eines politischen Auftritts in der Hauptstadt Caracas.

Chávez forderte die westlichen Mächte auf, dem Beispiel der lateinamerikanischen Politik zu folgen. In den vergangenen Jahren habe man erfolgreich Allianzen mit zahlreichen Staaten Afrikas und der arabischen Welt sowie Europas geschlossen.

Das Interesse der gegen Libyen Krieg führenden Staaten liege alleine in den Erdölressourcen dieses Landes. Eine ähnliche Position hatte zuvor auch der bolivianische Präsident Evo Morales vertreten.

Hugo Chávez hatte vor zwei Wochen angeboten, zwischen der Gaddafi-Führung und der Opposition in Libyen zu vermitteln.

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