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Normalisierung: Kolumbien und Venezuela unterzeichnen 16 Verträge

Cartagena de las Indias, Kolumbien. Die Staatschefs von Kolumbien und Venezuela, Juan Manuel Santos und Hugo Chávez, haben 16 bilaterale Verträge unterzeichnet, um die Kooperation beider Staaten in verschiedenen Bereichen zu stärken. Zuvor hatten die Präsidenten acht Stunden in der kolumbianischen Hafenstadt Cartagena de las Indias gesprochen. Das Treffen wurde in der lateinamerikanischen Presse als klarer Versuch der Santos-Führung gedeutet, das beschädigte Verhältnis zum Nachbarstaat Venezuela wieder zu heilen. Bereits im vergangenen November hatte Santos die Beziehungen zu Ecuador wieder hergestellt. Die Verhältnisse zu Quito und Caracas hatte sich während der Präsidentschaft von Santos´ Vorgänger Álvaro Uribe massiv verschlechtert.

Mit den nun unterzeichneten Verträgen versuchen die Staatsführungen von Venezuela und Kolumbien in erster Linie die beidseitigen Handelsbeziehungen voranzutreiben. So wurde unter anderem ein Plan zur Entwicklung der gemeinsamen Grenzregion in Angriff genommen. Weitere Vereinbarungen betrafen nach Auskunft der spanischen Nachrichtenagentur EFE die Bereiche Energie, Wissenschaft, Gesundheit, Tourismus, den Kampf gegen den Drogenhandel und soziale Entwicklung.

Auch nach dem Austritt Venezuelas aus der Andengemeinschaft (CAN) am 21. April dieses Jahres sollen die bisher geltenden Zollvereinbarungen für zunächst drei Monate aufrecht erhalten bleiben, vereinbarten Santos und Chávez.

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