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25.04.2011 Kolumbien / Venezuela / Politik

Santos bat persönlich um Festnahme von FARC-nahem Journalisten

Bogotá/Caracas. Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos hat seien venezolanischen Amtskollegen Hugo Chávez nach eigenen Angaben persönlich um die Auslieferung des politischen Aktivisten Joaquín Pérez Becerra gebeten. Pérez Becerra alias "Alberto Martínez" war Ende der Woche aus Frankfurt am Main nach Caracas gereist und dort von den venezolanischen Behörden festgesetzt worden. Der gebürtige Kolumbianer hatte als anerkannter politischer Flüchtling von Schweden aus die Nachrichtenseite ANNCOL betrieben, die der Guerillaorganisation FARC nahesteht.

Nach Auskunft der spanischen Nachrichtenagentur EFE hat Santos seinen venezolanischen Amtskollegen Chávez in einem Telefonat persönlich um die Festnahme des politischen Journalisten gebeten. In dem Telefonat habe der kolumbianische Präsident Chávez darüber informiert, dass Pérez Becerra sich gerade auf einem Verkehrsflug von Frankfurt nach Caracas befinde.

Unklar blieb zunächst, woher die Information stammte. Gegen den Inhaftierten bestand ein Haftbefehl der internationalen Polizeibehörde Interpol. Gruppen der kolumbianischen Opposition hatten in den vergangenen Jahren jedoch auch immer wieder darauf hingewiesen, dass der kolumbianische Geheimdienst in EU-Mitgliedsstaaten aktiv ist.

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