DruckversionEinem Freund senden
28.04.2011 Brasilien / Politik / Umwelt / Wirtschaft

Greenpeace protestiert gegen staatliche AKW-Finanzierung in Brasilien

Rio de Janeiro. Aktivisten von Greenpeace Brasilien haben am Montag Morgen (Ortszeit) im Zentrum von Rio de Janeiro vor der Zentrale der staatlichen Entwicklungsbank BNDES gegen die Finanzierung des umstrittenen Atomkraftwerks Angra 3 protestiert. Laut Medienberichten simulierten die Aktivisten mittels orangefarbenem Rauchgas einen Atom-GAU direkt vor dem Bankgebäude.

Die in Ganzkörperschutzkleidung auftretenden Aktivisten verteilten am Vortag des fünfundzwanzigsten Jahrestages der Atomkatastrophe von Tschernobyl Flugblätter, in denen sie ein Abwenden von der Atomkraft forderten und die Bewilligung von zinsgünstigen Krediten der staatlichen Sozial- und Entwicklungsbank BNDES strikt ablehnten.

In Brasilien laufen derzeit zwei Atomkraftwerke, Angra 1 und 2. Das im Bau befindliche Angra 3 wird auch mittels eines Exportkredits der bundesdeutschen Euler-Hermes gefördert. Angra 2 war zuletzt in die Schlagzeilen gerückt, als bekannt geworden war, dass das AKW seit über zehn Jahren ohne Betriebsgenehmigung läuft.

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr

Was Sie auch interessieren könnte ...

15.03.2011 Hintergrund & Analyse von Christian Russau
24.03.2011 Nachricht von Steffen Lehnert
25.03.2011 Nachricht von Christian Russau