Mexiko / Menschenrechte

Menschenrechtskarawane im Süden Mexikos gestartet

San Juan Copala, Mexiko. Bewohner der Gemeinde San Juan Copala im südmexikanischen Bundesstaat Oaxaca sind am Montag gemeinsam mit Menschenrechtsaktivisten zu einer Menschenrechtskarawane aufgebrochen. Sie Fordern, in ihre Gemeinde zurückkehren zu können, aus der sie im vergangenen Jahr geflohen waren. Sie hatten den autonomen Bezirk San Juan Copala gegründet, welcher der zapatistischen Oppositionsbewegung nahe steht. Seitdem waren die Bewohner permanenten Angriffen paramilitärischer Gruppen ausgesetzt, die mehrere Menschenleben forderten. Im April vergangenen Jahres versuchte eine Karawane von Menschenrechtlern in die Gegend zu gelangen, um die Blockade zu durchbrechen, welche die Paramilitärs um die Gemeinde aufgebaut hatten. Bei einem Angriff aus dem Hinterhalt wurden zwei Menschen durch Schüsse getötet, darunter auch der finnische Friedensaktivist Juri Jaakkola. Infolge der anhaltenden Gewalt verließen dann im Laufe des Jahres die Bewohner die Gemeinde.

Nun wollen sie mit der Karawane in der "Farbe des Blutes" ihr Recht auf eine baldige Rückkehr unter friedlichen Bedingungen durchsetzen. Geplant ist, zunächst in die etwa 400 Kilometer nördlich gelegene Hauptstadt Mexiko-Stadt zu ziehen, um dort zu protestieren. Abschließend soll versucht werden, nach San Juan Copala zurückzukehren.

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr