Lateinamerikanische Nachrichtenagentur gegründet

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Freddy Fernández und Luis Enrique González, Präsident von Prensa Latina
Freddy Fernández und Luis Enrique González, Präsident von Prensa Latina

Caracas. Vertreter von neun lateinamerikanischen Presseagenturen trafen sich gestern in Caracas zu ihrer ersten Generalversammlung, um die Arbeitsstatuten einer lateinamerikanischen Presseagentur (ULAN) festzulegen. ULAN bildet sich in Zusammenarbeit der Agenturen von Kuba (Prensa Latina), Mexiko (Notimex), Ecuador (Andes), Argentinien (Telam), Guatemala (AGN), Bolivien (ABI), Paraguay (IP), Brasilien (EBC) und Venezuela (AVN). Die Gründung von ULAN geht auf Übereinkommen während des Dritten Weltkongresses der Nachrichtenagenturen Ende 2010 in Argentinien zurück.

AVN wird das Generalsekretariat der Lateinamerikanischen Nachrichtenagentur stellen. Dies wurde bei dem Treffen einstimmig beschlossen. Sergio Fernández von der argentinischen Agentur Telam wird den Vorsitz, Vertreter Brasiliens, Kubas und Mexikos werden Stellvertreterfunktionen übernehmen.

Der Präsident von AVN, Freddy Fernández, betonte, dass Lateinamerika sich mit den eigenen Augen betrachten müsse. Die kommerziellen Medien widmeten sich allein den Eliten und das Volk erscheine lediglich in der Spalte der Ereignisse. Die hegemonialen Agenturen berichteten über Lateinamerika nur, wenn Tragödien geschehen oder um politische und soziale Prozesse zu verteufeln.

Der Kommunikations- und Informationsminister Venezuelas, Andrés Izarra, hob hervor, dass die Einrichtung eines übernationalen Zusammenschlusses von öffentlichen und staatlichen Nachrichtenagenturen eine regionale Informationsagenda und einen pluralen und demokratischen Raum der eigenen Vision Lateinameikas und der Karibik eröffnen werde.

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