Brasilien: Umweltamt Ibama erteilt Lizenz für Belo Monte

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Indigener Protest gegen Belo Monte
Indigener Protest gegen Belo Monte: in Verteidigung des Rio Xingu

Brasília. Das brasilianische Bundesumweltamt Ibama hat Ende Mai die definitive Baulizenz für das umstrittene Staudammprojekt Belo Monte am Rio Xingu im amazonischen Bundesstaat Pará erteilt, obwohl von den in der urprünglichen Genehmigung als Vorbedingung für den Baubeginn genannten 40 Auflagen elf nicht erfüllt wurden. Dies berichtet die brasilianische Tageszeitung O Globo in ihrer Freitagausgabe unter Berufung auf einen Bericht der Fachleute aus dem Umweltamt selbst. Damit wurde mehr als ein Viertel der Auflagen nicht erfüllt. Das Umweltamt Ibama reagierte auf die Vorwürfe und betonte, dass jede Auflage in der entsprechenden Bauphase erfüllt werde.

Währenddessen hat die Menschenrechtsorganisation Amnesty International am 2. Juni in einer Erklärung die brasilianischen Autoritäten aufgefordert, das Belo-Monte-Staudammprojekt zu stoppen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Agência Brasil berichtet. Amnesty International argumentiert, dass die Regierung in Brasília die indigene Rechte nicht mißachten dürfe. Brasilien müsse die von der Interamerikanischen Menschenrechtskommission geäußerten Einwände zum Stopp des Belo Monte-Staudamms zur Kenntnis nehmen, so die Menschenrechtsorganisation am Donnerstag.

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