Kleinbauern fordern Klimagerechtigkeit

Durban. Das internationale Netzwerk von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, La Vía Campesina, ruft dazu auf, für die diesjährige UN-Klimakonferenz zu mobilisieren. Diese findet zwischen dem 28. November und dem 9. Dezember im südafrikanischen Durban statt. Unter dem Motto "Kleinbauern und Indigene haben tausend Lösungen, um dem Klimawandel zu begegnen" wollen das Kleinbauernnetzwerk und dessen Mitgliedsorganisation, die Südafrikanische Landlosenbewegung, gemeinsam mit sozialen Bewegungen aus aller Welt in Durban Klimagerechtigkeit einfordern.

Als Protest gegen die Welt-Klimapolitik sind zahlreiche Veranstaltungen und Demonstrationen geplant. Am 3. Dezember soll ein globaler Aktionstag für Klimagerechtigkeit stattfinden, zwei Tage später ein Tag der Ökolandwirtschaft und Ernährungssouveränität. Den Regierungen der Welt (mit Ausnahme Boliviens, das sich bei dem letzten Gipfel im mexikanischen Badeort Cancún als einziges Land den Beschlüssen verweigerte) wirft La Via Campesina in dem Aufruf vor, die Klimaverhandlungen in einen "großen Marktplatz" verwandelt zu haben.

Für 44 Prozent der weltweiten Treibhausgasemmissionen macht La Vía Campesina das weltweite Ernährungssystem verantwortlich. Anstelle industrieller Landwirtschaft, der Verwendung von Herbiziden, dem Anbau in Monokultur, Entwaldung und weiten Transportwegen propagiert das kleinbäuerliche Netzwerk Ernährungssouveränität. Diese ist auf die lokale Dimension ausgerichtet und sieht vor, dass Kleinbäuerinnen und -bauern natürliche Ressourcen wie Land oder Wasser demokratisch kontrollieren, um eine nachhaltige und würdevolle Ernährung zu erreichen.

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