Brutale Angriffe auf Guaraní-Indigene in Brasilien

Campo Grande, Brasilien. Eine Gruppe von Guaraní-Indigenen in brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso do Sul wird seit August von bewaffneten Männern angegriffen. Ziel der Angriffe ist es, sie von ihrem Land zu vertreiben. Die Guaraní hatten versucht, ihr Land zurück zu bekommen, welches seit über 40 Jahren von Viehzüchtern besetzt wird. Bei den Angriffen wurden mehrere Hütten der Guaraní abgebrannt und Familien bedroht.

Die Guaraní in Mato Grosso do Sul leben zum Großteil unter unmenschlichen Bedingungen in überfüllten Reservaten oder Lagern am Straßenrand. Sie haben fast ihr gesamtes traditionelles Land an Viehzüchter, Soja- und Zuckerrohrplantagen verloren. Ihre Versuche, ihr angestammten Landes zurück zu gewinnen, werden von mächtigen Landbesitzern gewaltsam unterbunden.

Die brasilianischen Behörden sind laut der Verfassung für die Kartierung und den Schutz des Guaraní-Landes verantwortlich. Die Menschenrechtsorganisation Survival International hat das Justizministerium aufgefordert, das Land zu vermessen sowie an die Interamerikanische Menschenrechtskommission (CIDH) appelliert, Maßnahmen zum Schutz der Guaraní zu ergreifen.

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