Chile: Regierung sabotiert Gespräche mit Schülern und Studierenden

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Demo von Studierenden in Chile
Demo von Studierenden in Chile

Santiago de Chile. Die Gespräche zwischen der konservativen Regierung des chilenischen Präsidenten Sebastián Piñera und den Schüler- und Studierendenorganisationen drohen zu scheitern, nachdem die Piñera-Führung alle Forderungen der Demonstranten zurückgewiesen hat. Mit den Verhandlungen war zuletzt versucht worden, eine Lösung des nunmehr vier Monate währenden Konfliktes zu erreichen.

Die Schüler und Studierenden hatten zusammen mit Lehrerverbänden einen Forderungskatalog erarbeitet und sich zuletzt auf Minimalbedingungen für Verhandlungen mit der Regierung beschränkt. Dennoch wies Bildungsminister Felipe Bulnes alle Positionen der Demonstranten zurück. Vertreter der Jugendlichen warfen der Regierung daraufhin vor, den Dialog vorsätzlich zu sabotieren.

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"Wenn die Regierung von Sebastián Piñera nicht die geringsten Bedingungen für einen Dialog erfüllen will, wird er in die Geschichte als derjenige Staatschef eingehen, der sich den Forderungen seines Landes gegenüber taub gestellt hat", sagte der Studierendenaktivist Giorgio Jackson.

Um den Druck auf die Regierung zu erhöhen, ruft der Studierendenverband Confech erneut zu einen landesweiten Generalstreik am 22. September auf. Schüler und Studierende in Chile protestieren seit Monaten für kostenfreie und qualitative Bildung. Die Repression der militarisierten Polizei hat bereits ein Todesopfer unter den Jugendlichen gefordert.

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