Chile: Bildungsproteste auch zum Jahresende

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Die Bildungsproteste in Chile dauern an
Die Bildungsproteste in Chile dauern an

Santiago de Chile. Am vergangenen Donnerstag haben in Santiago de Chile tausende Schüler und Studierende zu ihren letzten Demonstrationen in diesem Jahr mobilisiert. Beide Gruppen hatten jeweils zu eigenen Protestmärschen aufgerufen. Den Aktionen wurde wieder mit Tränengas, Wasserwerfern und Verhaftungen begegnet. Auch in der Hafenstadt Valparaiso wollten Studierende und Schüler protestieren. Die Demonstration wurde von Carabineros verhindert, was heftige Auseinandersetzungen zwischen Aktivisten und der Polizei hervorrief.

Der Studierendenverband Confech kündigte eine Fortsetzung der Proteste im nächsten Jahr an. Schon im Januar werde zur nächsten Demonstration aufgerufen. Zudem sei geplant, sich mit den Vereinigungen der privaten Universitäten sowie den Schülerorganisationen zusammenzuschließen, um die Zukunft der Bewegung zu planen.

Der rechtsgerichtete Präsident Sebastián Piñera redete in einem Interview die massiven und mehr als ein halbes Jahr andauernden Bildungsproteste indes zum wiederholten Male herunter. Es hätten nur nur fünf Prozent der Schüler und Studierenden protestierten, aber diese "machten viel Lärm". Gleichzeitig bekräftigte er erneut, dass die Regierung der Forderung nach kostenloser Bildung für alle nicht zustimme.

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