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Krebs: Chávez muss weiter behandelt werden

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Hugo Chávez
Hugo Chávez

Caracas. Inmitten des Wahlkampfes in Venezuela wird der amtierende Präsident Hugo Chávez am heutigen Samstag erneut nach Kuba fliegen, um sich einer weiteren Krebstherapie zu unterziehen. Das gab der 54-Jährige nur zwei Tage nach seiner Rückkehr aus dem sozialistischen Karibikstaat bekannt, wo er sich einer Strahlenbehandlung unterzogen hatte. Seit seiner Rückkehr hatte er sich in dem Bundesstaat Barinas aufgehalten und war erst in der Nacht zum Samstag wieder in Caracas eingetroffen.

"Morgen in der Nacht werde ich erneut nach Kuba reisen, um den Kampf für die Gesundheit und das Leben fortzusetzen", sagte Chávez in einem Telefonat mit dem staatlichen Fernsehsender VTV. Vor seiner Abreise hatte er sich mit dem geschäftsführenden Vizepräsidenten Elías Jaua, Außenminister Nicolás Maduro und anderen Regierungsmitgliedern beraten.

Die schwere Erkrankung Chávez’ ist inzwischen zentrales Wahlkampfthema. Der venezolanische Mediziner Jose Rafael Marquina hatte in einem inzwischen mehrfach zitierten Interview mit der spanischen Tageszeitung ABC vor zwei Wochen gesagt, der Staatschef habe kaum mehr als sieben Monate zu leben. Die Bevölkerung werde über den wahren Gesundheitszustand getäuscht, so der Mediziner, der in den USA lebt. Marquina, der an der Southeastern University in Florida arbeitet, gibt an, über vertrauliche Daten zu verfügen.

Angeheizt werden solche Spekulationen von der Informationspolitik der Regierung, deren Vertreter sich seit Bekanntwerden der Erkrankung im vergangenen Jahr mehrfach in Widersprüche verwickelt haben.

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