Peru / Politik

Beliebtheit von Perus Präsidenten auf dem Tiefpunkt

Lima. Ollanta Humalas Beliebtheit hat einen neuen Tiefpunkt erreicht. Dies legt eine aktuelle Umfrage der Wirtschaftszeitung Gestion nahe, die am Freitag veröffentlicht wurde. Demnach sind nur noch 43 Prozent der Befragten mit der Arbeit des peruanischen Präsidenten zufrieden. Hintergrund sind nach Medienberichten die Proteste im Bergbau-Sektor und Streit innerhalb der Regierungspartei. Die Befragung fand in der Zeit vom 8. bis zum 11. Juni statt, nachdem es in der Provinz Espinar zu gewaltsamen Protesten gegen die Kupfermine des Schweizer Bergbau-Multis Xstrata gekommen war.

Die Zustimmungsrate ist der Umfrage zufolge um zwölf Prozent gefallen und damit so niedrig wie nie zuvor seit seinem Amtsantritt vor knapp einem Jahr. Zudem geht aus ihr hervor, dass die Zustimmung zu Humalas Politik bei den Ärmsten des Landes am niedrigsten ist, von denen er vor einem Jahr bei der Präsidentschaftswahl noch überwiegend unterstützt worden war. Besonders in der Kritik steht seine Reaktion auf soziale Konflikte, die er in den Augen von 45 Prozent der Befragten schlecht bewältigt. Gar 54 Prozent kritisieren den Umgang Humalas mit dem Drogenhandel.

Noch unbeliebter als der Präsident sind Premierminister Oscar Valdés (25 Prozent Unterstützung) und Umweltminister Manuel Vidal (ebenfalls 25 Prozent), der in den Auseinandersetzungen um den Berbau eine Schlüsselrolle spielt. Gleichwohl sprechen sich drei Viertel der Befragten für Investionen im Bergbau aus.

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