Ecuador / Umwelt

Umweltschäden: Chevron soll Milliardenstrafe an Ecuador zahlen

Quito. Das US-amerikanische Erdölunternehmen Chevron wird für Umweltschäden im Amazonasgebiet in Ecuador stärker zur Kasse gebeten als bisher angenommen. Ein Gericht des südamerikanischen Landes hat die Strafe nun auf 19,02 Milliarden US-Dollar festgelegt. Das im vergangen Jahr ursprünglich verhängte Bußgeld lag bei 18,2 Milliarden US-Dollar.

"Das Bußgeld war durch einen versehentlichen Fehler zunächst falsch angegeben worden", zitiert die französische Nachrichtenagentur AFP einen Sprecher des Gerichtes in der Amazonasprovinz Sucumbíos im Nordosten des Landes. Das Gericht hatte Chevron für die von der Vorgängerfirma Texaco zwischen 1964 und 1990 verursachten schweren Umweltschäden verurteilt. Texaco war 2001 von Chevron übernommen worden.

Chevron wies das Urteil indes zurück. Der Richterspruch sei "ein weiteres Beispiel für die Fehlerhaftigkeit des Justizsystems" in Ecuador, sagte ein Sprecher des Konzerns in Washington.

Im vergangenen Januar war Chevron zunächst zur Zahlung einer Summe von 9,5 Milliarden US-Dollar verurteilt worden. Die Strafe verdoppelte sich später, weil das Unternehmen eine öffentliche Entschuldigung für die gerichtlich festgestellten Umweltschäden verweigerte. Diese Bedingung war Teil des Urteils.

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