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01.10.2012 Venezuela / Politik

Chávez: Rechte Opposition gibt sich links

Seite des TV-Kanals Televén

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Quelle: televen.com

Caracas. Venezuelas Präsident hat eine Woche vor den Wahlen den politischen Kurs seiner linksgerichteten Regierung bekräftigt. Der von ihm propagierte "Sozialismus des 21. Jahrhunderts" habe sich keineswegs erschöpft, sagte Chávez in einem Interview mit dem privaten Fernsehsender Televén, das am Sonntag ausgestrahlt wurde. Der aussichtsreichste Kandidat der Opposition, Henrique Capriles Radonski, imitiere die Regierungspolitik vielmehr, um Stimmen zu gewinnen, fügte der amtierende Präsident an.

"Niemand kann behaupten, dass das Modell (seiner Regierung) erschöpft ist. Es ist so wenig erschöpft, dass sich derzeit selbst die Rechte als Linke tarnen muss", sagte er in dem TV-Gespräch über seine Kandidatur für die Regierungsperiode 2013-2019. Chávez spielte damit offenbar auf die starke Akzentuierung der Sozialpolitik durch den Kandidaten des konservativen Oppositionsbündnisses MUD an.

In den internationalen Medien zitiert wurde vor allem eine Aussage von Chávez zu seinem US-Amtskollegen Barack Obama: Wäre er US-Bürger, würde er wohl auch für Obama stimmen. Und wenn Obama aus Barlovento oder einem der Barrios (Armenviertel) von Caracas käme, würde er seinerseits seine Stimme für Chávez abgeben, sagte der amtierende Präsident des südamerikanischen Landes. Viele der Bewohner der Küstenstadt Barlovento stammen von afrikanischen Sklaven ab.

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