Argentinien / Politik

8N-Aktionstag weiter auf der politischen Agenda in Argentinien

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Demonstranten in Buenos Aires
Demonstranten in Buenos Aires

Buenos Aires. Am vergangenen Donnerstag haben in verschiedenen Städten Argentiniens hunderttausende Argentinier gegen die Regierung der amtierenden Christina Fernández de Kirchner protestiert. Unter der Bezeichnung "8N" kamen allein in Córdoba etwa 40.000 Personen zusammen. In Buenos Aires waren es hunderttausende Demonstranten in verschiedenen Teilen der Stadt, davon versammelten sich rund 30.000 vor dem Regierungssitz.

Der Aktionstag provozierte zugleich eine heftige Debatte zwischen Gegnern und Befürwortern der Aktionen. Der oppositionelle Bürgermeister von Buenos Aires, Mauricio Macri, sprach seine Zufriedenheit über die Größe der Bewegung "8N" aus und betonte, dass die Proteste eine deutliche Nachricht an die Regierung Fernández gewesen seien.

Die Präsidentin selbst bezog nach Meinung der Opposition bisher nicht ausreichend Stellung zu den landesweiten Demonstrationen. Einen Tag nach den Massenprotesten bekräftigte Fernández, dass sie ihren politischen Kurs beibehalten und der 8N-Bewegung keine Zugeständnisse entgegenbringen werde. Auch kritisierte sie, dass Oppositionelle die Menschen durch eine mediale Kampagne mobilisiert hätten, es ihnen zugleich aber an Argumenten und Ideen fehle.

Der Philosoph Ricardo Forster, Mitglied des Espacio Carta Abierta, einer unparteilichen, aber regierungsnahen Gruppierung von Intellektuellen, bezeichnete die Demonstranten als eine Minderheit in der Wählerschaft des Landes. Dennoch sehe er mit Sorge, dass es offenbar keine politische Einrichtung der Regierung gibt, die den Forderungen der Demonstranten Gehör schenkt, zitiert ihn die Seite cronista.com.

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