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04.12.2012 Bolivien / Wirtschaft

Bolivien bewirbt Quinoa-Pflanze mit Wanderausstellung

Präsident Morales bringt Quinoa-Saat aus

Boliviens Präsident Evo Morales und Vizepräsident Álvaro García bei Quinoa-Aussaat dieses Wochenende.

Quelle: Abi.bo

La Paz/Washington/Berlin. Im Rahmen des bevorstehenden Internationalen Jahres der Quinoa-Pflanze 2013 der Welternährungsorganisation FAO hat Bolivien in der Haupthalle des Sitzes der Interamerikanischen Entwicklungsbank (IDB) in Washington eine Ausstellung des bolivianischen Künstlers Gastón Ugalde eröffnet.

Unter Einsatz modernster Technologie entwickelt Künstler Gaston Ugalde an jedem Ausstellungsort neue Ausstellungskonzepte unter Einbeziehung von Charakteristika des Ausstellungsortes. In Washington wurden Scherenplattformen benutzt, um 400 "Phullus", andin-indianische gewebte Stoffbahnen, auf 13 Meter Höhe zu verankern.

Eröffnet wurde die Ausstellung Ende letzter Woche vom bolivianischen Wirtschaftsattaché in den USA, Freddy Berzaty, und dem Vertreter Boliviens bei der Interamerikanischen Entwicklungsbank (BID), Hernando Larrazabal, so eine Presseerklärung von Boliviens Botschaft in Berlin. Die Kunstobjekt-Ausstellung wird von der Europäischen Union, dem Projekt zur Förderung Boliviens (PROEX) und vom Außenministerium Boliviens gefördert.

Ugalde-Kunstwerk mit indigenen Phullus-Stoffen

Ugalde-Kunstwerk mit indigenen Phullus-Stoffen

Quelle: Abi.bo

"Die Kulturen verbinden Völker. Ich freue mich darum, dass Ugaldes Werke die Vorzüge der Quinoa-Pflanze weltweit bekannt machen", sagte die Botschafterin von Bolivien in Deutschland und Ex-Kulturministerin Elizabeth Salguero Carrillo. Seit Mai 2012 war das Werk in vielen internationalen Kunstzentren zu sehen, so etwa während der Floriade-Messe in Holland, am Sitz der Vereinten Nationen in New York und im Smithsonian Museum über die Indigenen der USA in Washington.

Mit dem Jahr der Quinoa will Boliviens Regierung indigene Genossenschaften von Quinoa-Produzenten in den Salzsee-Regionen von Uyuni und Coipasa fördern. Das Andenkorn war während der Kolonialzeit verboten, die Kampagne der umweltresistenten und sehr nahrhaften Pflanze diene deshalb auch "der Rückeroberung der Identität der originären Völker durch die Würdigung ihrer alten und angestammten Ernährung, die allen kolonialistischen Versuchen widerstanden haben, die einheimischen Kulturen zu vernichten", so die Erklärung.

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