Linken-Abgeordneter Gehrcke sendet Chávez Genesungswünsche

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Kritisiert Chávez-Debatte: Linker Wolfgang Gehrcke
Kritisiert Chávez-Debatte: Linker Wolfgang Gehrcke

Berlin. Der Bundestagsabgeordnete der Linkspartei und außenpolitische Sprecher seiner Fraktion, Wolfgang Gehrcke, hat dem venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez in einer öffentlichen Erklärung "Gesundheit und baldige Genesung" gewünscht.

"Einige öffentliche Debatten um die Vereidigung des venezolanischen Staatspräsidenten Hugo Chávez widern mich an", schrieb Gehrcke in der Erklärung, die von seinem Büro verbreitet wurde und die amerika21.de vorliegt. Das Mindeste, was man erwarten müsse, sei ein respekt- und kulturvoller Umgang mit der Erkrankung von Hugo Chávez.

In den vergangenen Wochen waren vor allem in Lateinamerika immer wieder Falschmeldungen über den angeblichen Tod des 58-Jährigen verbreitet worden. Unter anderem fand über soziale Netzwerke eine Fotomontage Verbreitung, die den verstorbenen Chávez auf dem Totenbett zeigen sollte.

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In Deutschland schrieb die konservative Tageszeitung Die Welt indes vom venezolanischen "Regime" und dem "Caudillo" Chávez, während Spiegel Online Chávez als "Kumpel der Despoten" bezeichnete.

"Es soll nicht übersehen werden, dass Chávez die Präsidentschaftswahlen mit einem herausragenden Ergebnis gewonnen hat und zu den markanten Persönlichkeiten Lateinamerikas gehört", schrieb Gehrcke nun.

Der kluge Gedanke von Rosa Luxemburg, dass Freiheit immer auch die Freiheit des Andersdenkenden ist, heiße auch, dass der menschliche Umgang mit dem Andersdenkenden Auskunft über das eigene Kultur- und Demokratieverständnis gibt, fügte der Abgeordnete an: "Das Oberste Gericht Venezuelas hat die Verschiebung der Vereidigung des gewählten Präsidenten für zulässig erklärt und ich bin froh, dass führende Oppositionsvertreter diese Entscheidung akzeptiert haben."

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