Kolumbien unsicherstes Land der Region

Friedensranking rechnet Konfliktkosten auf. Problematische Entwicklung in Südamerika

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Emblem des Global Peace Index
Emblem des Global Peace Index

Sydney/Bogotá.  Das renommierte "Institut für Wirtschaft und Frieden" (IEP) mit Sitz in der australischen Metropole Sydney hat seinen jährlichen Global Peace Index (GPI) herausgebracht. Die Welt sei insgesamt "weniger friedlich" geworden, so das Ergebnis der Verfasser.

Der seit Mai 2007 von einem internationalen Expertengremium erarbeitete Global Peace Index will die Friedfertigkeit von Nationen und Regionen anhand eines relativen Vergleichs darstellen. Unterstützt wird die Studie von Prominenten wie dem Dalai Lama, Erzbischof Desmond Tutu und dem ehemaligen US-Präsidenten James "Jimmy" Carter.

In der Region Lateinamerika ist Uruguay das Land mit der besten Punktzahl – Platz 21 von 153 bewerteten Nationen – wobei das interne Konfliktpotential, Militärausgaben, Gewalt und Konflikte mit anderen Ländern gemessen werden. Es folgt Costa Rica auf Platz 31. Chile fällt wegen der Staatsgewalt gegen die Mapuche-Proteste um elf auf 39 Punkte, gefolgt von Panama (49), Argentinien (55) und Paraguay (66). Das Schlusslicht in der Region bildet Venezuela (124), Guatemala (125) und Kolumbien (139). 

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Krieg ist nicht nur eine Frage der menschlichen Sicherheit, er verursacht auch "ökonomische Schäden", so die Autoren. Eine Reduzierung der weltweiten Gewalt um 25 Prozent könnte zwei Billionen US-Dollar an Kosten einsparen.

Diese Summe entspricht zwei Prozent der globalen Wirtschaftsleistung, was insgesamt den jährlichen Kosten zur Bekämpfung der Folgen des Klimawandels, der Erreichung der Millennium-Entwicklungsziele, der Tilgung der Staatsschulden Irlands, Portugals und Griechenlands und den Schäden der Naturkatastrophen in Japan entspricht, rechnen die IEP-Experten vor.

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