Kuba / Politik

Hurrikan "Sandy": Kuba will Epidemien verhindern

Regierung in Havanna verstärkt Hygienemaßnahmen nach Hurrikan. Widersprüchliche Meldungen über Dengue- und Cholera Fälle

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Aufräumarbeiten nach Hurrikan Sandy in Santiago de Cuba
Aufräumarbeiten nach Hurrikan Sandy in Santiago de Cuba

Havanna. In Kuba werden die Arbeiten zur Beseitigung der durch den Hurrikan "Sandy" in den zentralen und östlichen Provinzen verursachten Schäden weiterhin mit Hochdruck vorangetrieben. Die besondere Aufmerksamkeit der Behörden gilt jetzt der Versorgung mit sauberem Wasser und der Herstellung hygienischer Bedingungen. Damit soll den auf Naturkatastrophen in tropischen Regionen häufig folgenden Krankheiten wie Dengue-Fieber und Cholera entgegengewirkt werden.

Bei einem Besuch des kubanischen Präsidenten Raúl Castro in den betroffenen Gebieten informierte der Chef des Provinz-Verteidigungsrates, Monteagudo Ruiz, am Samstag darüber, dass eine große Gefahr von den riesigen Wassermengen ausgehe, die sich in den Stauseen angesammelt haben. Diese müssten nach und nach abgelassen werden, um weitere Schäden zu verhindern.

Da die elektrischen Pumpen teilweise ausgefallen sind, wird die Wasserversorgung mit Tankwagen organisiert. Gesundheitsminister Roberto Morales Ojeda informierte darüber, dass in den Apotheken zusätzliche Mengen an Desinfektionsmitteln, sowie an Reinigungs- und Hygieneartikeln angeboten würden und forderte die Bevölkerung zur "besonders sorgfältige Einhaltung von Hygienemaßnahmen" auf. Dies gelte vor allem bei der Zubereitung von Speisen und der Aufbewahrung von Trinkwasser.

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Im Osten Kubas waren Anfang Juli – zum ersten Mal nach der letzten Infektionswelle im Jahr 1882 und einigen Fällen kurz nach dem Sieg der Revolution 1959 – Fälle von Cholera aufgetreten. Wie amerika21.de berichtete, waren bis zum Abklingen der regional begrenzten Epidemie im August insgesamt 417 Erkrankungen gemeldet worden. Drei ältere Menschen im Alter von 95, 70 und 66 Jahren waren an den Folgen der Durchfallerkrankung gestorben. Am 28. August hatte das Gesundheitsministerium mitgeteilt, dass es seit zehn Tagen keine neuen Erkrankungen mehr gegeben habe. Über das spätere Auftreten erneuter Fälle gibt es widersprüchliche Meldungen.

Zurzeit liegen weder dem Auswärtigen Amt noch dem tropenmedizinischen Beratungsportal tropeninstitut.de Meldungen über neue Cholera-Fälle auf Kuba vor.

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