Venezuela dementiert Falschmeldungen über militärische Kooperation

Das angebliche Angebot von Venezuela zur Truppenstationierung an Russland war eine Ente. Ebenso stellte sich die Summe von 30 Milliarden USD für Rüstungsausgaben als falsch heraus

Moskau. Die gestern von der russischen Nachrichtenagentur Interfax verbreitete Nachricht, dass Venezuela Russland anbiete, auf venezolanischem Territorium Truppen zu stationieren, war eine Falschmeldung. Dies betonte der venezolanische Minister für Kommunikation, Andrés Izzara, heute in einer Pressemitteilung. Auf einer Pressekonferenz hatte Präsident Hugo Chávez gestern auf die Frage nach einem möglichen Truppenbesuch von russischen Schiffen in Venezuela reagiert und geantwortet, dass die russische Flotte in Venezuela Willkommen sei. "In keinem Moment redete der Präsident - nicht einmal andeutungsweise - vom Aufbau einer russischen Militärbasis in Venezuela." erklärte Izarra und verwies darauf, dass jede Stationierung fremder Truppen durch die venezolanischen Verfassung verboten ist.

Interfax hatte unter Berufung auf nicht näher spezifizierte "militärische Kreise" außerdem verbreitet, dass der Wert der Rüstungsexporte aus Russland an Venezuela im Verlauf der nächsten vier Jahre 30 Milliarden US Dollar betragen würde. Dazu erklärte der Minister, dass die von Hugo Chávez genannten Zahlen nicht annähernd etwas mit dieser Summe zu tun hätten.

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Auch der venezolanische Präsident Hugo Chávez rief die Medien auf, die Falschmeldungen richtig zustellen und verwies auf die Ton- und Filmaufnahmen der gestrigen Pressekonferenz. Er fügte hinzu, die Falschmeldungen würden ihn nicht überraschen. "So etwas geschieht uns häufig, aber wir haben die Verpflichtung das richtig zu stellen."


Quelle: MinCI Venezuela

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