Kuba / Politik

Neues aus Kuba – Menschlichkeit trotz Wirtschaftskrieg

Veranstaltung mit der kubanischen Botschafterin Juana Martínez Gonzáles

Im Januar 2022 verabschiedete sich Ramón Ripoll Díaz, der vier Jahre lang als Botschafter sein Land Kuba in Berlin vertrat. Beim Abschied rief er zum Kampf gegen die seit mehr als 60 Jahren bestehende Blockade auf, die diesem Land einen völkerrechtswidrigen Wirtschaftskrieg mit viel Leid für die Bevölkerung aufzwingt.

Seine Nachfolgerin ist Juana Martínez Gonzáles. Sie arbeitete bereits von 2001-2005 im kubanischen Konsulat in Bonn und dann in der Botschaft in Berlin. Zuletzt war sie Botschafterin in Peru.

Kuba leidet aktuell unter den erneut verschärften Sanktionen der US Regierung und einem Medienkrieg.

Die Regierung der USA versucht wieder verstärkt durch ideologische, politische und finanzielle Unterstützung Proteste gegen die kubanische Regierung zu organisieren. Hierzu nutzen sie die Auswirkungen der Covid 19-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen. Die Versuche eine Konterrevolution zu inszenieren schlugen jedoch fehl.

Trotz aller Erschwernisse hat es Kuba geschafft, seine Priorität einer solidarischen Daseinsversorge in den Bereichen Bildung und Gesundheit aufrecht zu erhalten. So gelang es in kurzer Zeit, fünf Impfstoffe zu entwickeln. Zwei besonders wirksame Seren konnten bereits zugelassen werden und die Bevölkerung ab einem Alter von zwei Jahren bis Anfang 2022 zu 89,5 Prozent geimpft werden.

Mit den Impfstoffen werden auch andere Länder Lateinamerikas versorgt, die keinen Impfstoff oder zu wenig zur Verfügung haben und bei der Vergabe orientiert sich der kubanische Staat nicht an profitablen Einkünften. Auch die Entsendung der medizinischen Brigade „Henry Reeve“ zur Bekämpfung der Corona-Pandemie u.a. nach Italien, ist Teil des Gesundheitssystems und des Internationalismus‘ Kubas.

Bei der Veranstaltung wird die Botschafterin unsere Fragen zu den aktuellen Verschärfungen der Finanz- und Handelsblockade und deren Begleitung durch regierungsfeindliche Propaganda in den Medien und Netzwerken beantworten können.

In Kuba wird die Gesundheitsversorgung als ein Menschenrecht behandelt. Wie konnte die Einstellung Kuba über die Pandemie und die harten Zeiten der verschärften Blockade helfen? Was können wir in den sogenannten Industrieländern von Kuba lernen?

Termindaten
Datum: 13.05.2022, 19:30
Stadt: Nürnberg
Veranstaltungsart: Informations- und Diskussionsveranstaltung
Veranstaltungsort: Villa Leon, Philipp-Koerber-Weg 1
Veranstalter: Cuba Sí, Freidenker, Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba, Die Linke, DKP, SDAJ