Fracking – Erdbeben im Bauch der "Toten Kuh"

"Gigantischen Schieferöl-Vorkommen" in Argentinien haben sich als maßlose Übertreibung herausgestellt. Im Boom wurden Investitionen und Subventionen abgegriffen. Bleiben werden die Zerstörungen der Umwelt
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Die hohen Investitionen in Fracking zahlen sich nicht aus. Und dabei ist der Preis, der für die Umweltzerstörung gezahlt werden müsste, gar nicht eingerechnet
Die hohen Investitionen in Fracking zahlen sich nicht aus. Und dabei ist der Preis, der für die Umweltzerstörung gezahlt werden müsste, gar nicht eingerechnet

Goldgräberstimmung in Patagonien. Neuquén gilt als das neue El Dorado, das Saudi Arabien Südamerikas. Die weltweit größten Öl-Vorkommen sollen hier liegen, in Vaca Muerta, auf deutsch: die tote Kuh. Gemeint ist: Schieferöl. In der Planung sind 12.000 Bohrtürme. El Dorado in Patagonien – oder alles nur ein großer Bluff, um das Ende der Ära der fossilen Brennstoffe hinauszuzögern?

In Vaca Muerta wird gefrackt. Von den vertikalen Bohrlöcher, die bis zu 6000 Meter tief sind, gehen horizontale Stollen ab, bis zu 4000 Meter Länge. Bis zu hundert pro Bohrloch. Ganze Erdschichten werden durchlöchert. Mit Chemikalien versetztes Wasser wird mit hohem Druck eingespritzt, um das Gestein aufzubrechen.

Die Dörfer im Fracking-Gebiet werden von Erdbeben heimgesucht – in einer Gegend, in der es nie gebebt hat. Die Behörden behaupten, dies seien "natürliche" Erdstöße. Die Menschen leben in Panik.

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