Venezuela / Politik

Venezuelas Regierung befürchtet Attentate

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Befürchten Attentate: Vizepräsident Nicolas Maduro und Parlamentspräsident Diosdado Cabello auf der Kungebung im Armenviertel 23 de Enero in Caracas
Befürchten Attentate: Vizepräsident Nicolas Maduro und Parlamentspräsident Diosdado Cabello auf der Kungebung im Armenviertel 23 de Enero in Caracas

Caracas. Venezuelas Innenminister Néstor Reverol hat am gestrigen Mittwoch über angebliche Attentatspläne gegen Vizepräsident Nicolás Maduro und Parlamentspräsident Diosdado Cabello informiert.

Es lägen Geheimdienstinformationen vor, wonach rechtsextreme Gruppen in Venezuela gemeinsam mit Gesinnungsfreunden im Ausland an entsprechenden Plänen arbeiteten. Vizepräsident Maduro vertritt derzeit den wegen seiner Erkrankung abwesenden Präsidenten Hugo Chávez. Diosdado Cabello hat eine zentrale Position in der Regierungspartei PSUV.

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Auch Nicolás Maduro bestätigte am Rande der gestrigen Demonstration, dass seit mehreren Wochen Gruppen beobachtet würden, die ihn ermorden wollen. Er kündigte für die nächsten Tage polizeiliche Maßnahmen an. Vertreter der Opposition zogen die Darstellung der Regierungsvertreter in Zweifel und sprachen von einem "Märchen". In den vergangenen Jahren hatten venezolanische Sicherheitsbehörden mehrmals Söldner und ausländische Paramilitärs verhaftet, denen sie vorwarfen, Anschläge in Venezuela zu planen.

Vor drei Wochen wurde der französische Staatsbürger Laurent Frédéric Bocquet nach Frankreich abgeschoben. Er war im Jahr 2009 zusammen mit drei Männern aus der Dominikanischen Republik in Caracas verhaftet worden. Die Gruppe führte ein umfangreiches Waffenarsenal mit Sprengstoffen, vollautomatischen Waffen sowie Tarnmaterialien wie Pässe und KFZ-Kennzeichen. Nach Angaben der venezolanischen Behörden handelte es sich bei Bocquet um einen ausgebildeten Scharfschützen.

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