Chile / Politik

Chile: Vierte Bildungsministerin in drei Jahren Regierung

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Die neue Bildungsministerin Caroline Schmidt
Die neue Bildungsministerin Caroline Schmidt

Santiago de Chile. Zum vierten Mal innerhalb einer Amtszeit vollzieht die chilenische rechtskonservative Regierung unter Präsident Sebstian Piñera einen Wechsel an der Spitze des Bildungsministeriums: Harald Beyer wurde am Montag durch die ehemalige Frauenministerin Caroline Schmidt abgelöst. Bei den jüngsten Regierungsumfragen stach Schmidt als Ministerin mit den positivsten Bewertungen in der Bevölkerung hervor.

Studierendenvertreter reagierten verhalten auf den Wechsel. So verwies der Studierendensprecher der Universidad Catolica, Diego Vela, auf die Kontinuitäten: "Staatssekretär Fernando Rojas bleibt im Amt, er stand auch hinter den vorherigen Ministern Joaquín Lavín, Felipe Bulnes, Harald Beyer. Wir hoffen wirklich, dass damit nicht nur das Image aufgebessert werden soll und man nur die hohen Umfragewerte der Ministerin nutzen will, sondern dass sich konkreten Veränderungen geöffnet wird."

Andrés Fielbaum vom Studierendenverband der staatlichen Universidad de Chile forderte die neue Ministerin auf, die aktuellen Gesetzesvorschläge zurückzuziehen, weil sie das Gewinn orientierte, ungerechte Bildungssystem nur zementierten. Sie solle stattdessen mit einer neuen Agenda starten. Die neue Bildungsministerin Schmidt schloss dies jedoch bereits aus, signalisierte zwar Dialogbereitschaft, verwies aber auf die Zuständigkeit des Parlaments bei der Fortführung der Bildungsreform.

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