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Journalist: Venezuelas Opposition hat Kampfflugzeuge in USA gekauft

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José Vicente Rangel
José Vicente Rangel

Caracas. Medien in Venezuela haben über einen angeblichen massiven Waffenkauf der rechtsgerichteten Opposition des Landes berichtet. Vertreter des regierungskritischen Bündnisses "Tisch der demokratischen Einheit" (MUD) hätten bei einem Treffen mit US-Vertretern in San Antonio im Bundesstaat Texas am 27. Mai den Kauf von 18 Kampfflugzeugen in die Wege geleitet. Dies sagte der Journalist José Vicente Rangel in seiner Sendung "José Vicente Hoy" im privaten Fernsehsender Televen.

Rangel, der unter dem verstorbenen Präsidenten Hugo Chávez von 2002 bis 2007 den Posten des Vizepräsidenten bekleidete, legte seine Quellen nicht offen, gab aber detaillierte Informationen zu dem angeblichen Geschäft. So würden die 18 Flugzeuge in einer US-Militärbasis in Kolumbien stationiert. Um welche Art von Flugzeugen es sich handelt, sagte der Journalist jedoch nicht.

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Rangel forderte die venezolanischen Behörden auf, den Informationen nachzugehen. Dabei sei Eile geboten, da das mutmaßliche Waffengeschäft spätestens im November dieses Jahres durchgeführt werde. "Die Information sollte nicht unterschätzt werden", sagte Rangel, der auf ein "Klima der medialen und politischen Aggression gegen Venezuela" verwies. "Kann es sein, dass unter Beteiligung von Söldnern ein militärischer Angriff vorbereitet wird, so wie dies schon im Fall mehrere Staaten geschehen ist?", so die rhetorische Frage des Journalisten und ehemaligen Vizepräsidenten.

Zugleich gab Rangel an, dass die entsprechenden Reisen von Vertretern der Opposition nicht vom MUD-Bündnis direkt bezahlt würden. In mehreren Fällen seien die Reisekosten vom National Democratic Institute for International Affairs unter Leitung der ehemaligen US-Außenministerin Madeleine K. Albright beglichen worden. Die 1983 gegründete staatliche US-Stiftung habe zu diesem Zwecke Gelder an Nichtregierungsorganisationen in Venezuela überwiesen.

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