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07.07.2013 Ecuador / Politik / Umwelt

Ecuador berichtet über Stand der Yasuní-ITT-Initiative

Logo der Initiative: "Yasuní-ITT- eine Initiative, um die Geschichte zu ändern"

Logo der Initiative: "Yasuní-ITT- eine Initiative, um die Geschichte zu ändern"

Quelle: yasuni-itt.de

Quito. Die für die ecuadorianische Yasuní-ITT-Initiative zuständige Staatssekretärin, Ivonne Baki, sieht Fortschritte bei der Entwicklung der Initiative. Mit dem Projekt will Ecuador erreichen, dass mehr als 840 Millionen Barrel Öl in der Erde zu belassen. Dies entspricht 20 Prozent der Ölreserven des Landes. Baki verwies darauf, dass der Plan weltweit den Rückhalt von Bürgerbewegungen habe. Insgesamt 15 Regierungen unterstützen das Projekt finanziell und weitere 20 internationale Organisationen haben ihre Unterstützung erklärt. Die Erlöse aus dieser Initiative gehen an einen Fonds, der vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen verwaltet wird. Außerdem sind der ecuadorianische Staat, die Zivilgesellschaft und Vertreter der Beitragszahler an der Verwaltung beteiligt.

Die Staatssekretärin fügte hinzu, dass 39 Partnerschaften mit nationalen und internationalen Unternehmen bestehen, Bürger aus 40 Ländern kleine, mittlere und große Beiträge geleistet sowie 65 Regionalregierungen Gelder beigesteuert haben. Rund 83 Prozent der Ecuadorianer befürworteten die Erhaltung des Yasuní-Nationalparkes und die Initiative sei auf große Aufmerksamkeit in der internationalen Presse gestoßen.

Die Einnahmen betragen bislang rund 336.000.000 US-Dollar. Die Mittel setzen sich zusammen aus Geldern, die in den Fonds eingezahlt wurden, versprochenen Beiträgen und solchen, die bereits fest zugesagt wurden. Außerdem flossen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit in den Topf. Der Begriff Yasuní sei in der Welt zu einem Synonym für die Bewahrung der Umwelt geworden, so Ivonne Baki.

Die ecuadorianische Regierung hat eine Arbeitskommission ins Leben gerufen, um die Initiative zur Nicht-Förderung von Erdöl aus den Feldern Ishpingo, Tambococha und Tiputini voranzubringen. Damit ließe sich der Ausstoß von 407 Millionen Tonnen Kohlendioxid, dem Hauptverursacher des Klimawandels, vermeiden. Im Gegenzug fordert die Regierung Ecuadors eine internationale finanzielle Entschädigung, die etwa der Hälfte der sieben Milliarden US-Dollar an zu erwartenden Einnahmen entspricht, welche Ecuador mit der Ausbeutung der Ölfelder einnehmen würde. Ecuador will von diesen Mitteln die Hälfte, also 3,5 Milliarden US-Dollar, beisteuern. Die Kommission soll bis Ende Juli den bisherigen Verlauf der Initaitive bewerten.

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