Panama / Politik

Panama stoppt nordkoreanisches Schiff aus Kuba

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Kubas Außenministerium veröffentlichte umgehend eine Erklärung zu den Waffenfunden
Kubas Außenministerium veröffentlichte umgehend eine Erklärung zu den Waffenfunden

Panama-Stadt. Die Behörden von Panama haben die Konfiszierung des aus Kuba kommenden nordkoreanischen Frachtschiffes Chong Chon Gang im panamaischen Hafen von Colón bekanntgegeben. An Bord seien Waffen gefunden worden, die gesamte Besatzung wurde verhaftet. Der Präsident von Panama, Ricardo Martinelli, erklärte, das Schiff sei aufgrund von nachrichtendienstlichen Informationen gestoppt worden, nach denen der Frachter Drogen geladen habe.

Das kubanische Außenministerium hat umgehend in einer offiziellen Stellungnahme darüber informiert, dass das Schiff von Kuba kommend in die Demokratische Volksrepublik Korea mit einer Sendung unterwegs war, die in erster Linie aus 10.000 Tonnen Zucker besteht. Außerdem befänden sich 240 Tonnen veraltete und reparaturbedürftige Teile von Abwehrwaffen an Bord, darunter zwei Flugabwehr-Raketensysteme Wolga und Pechora und zwei MiG-21-Flugzeuge sowie 15 Flugzeugmotoren, die alle in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts hergestellt wurden. Diese sollten in Nordkorea repariert und nach Kuba zurückgebracht werden, um die Verteidigungsfähigkeit des Landes zu bewahren. "Die Republik Kuba bekräftigt ihre feste und unwiderrufliche Verpflichtung zum Frieden, zur Abrüstung, einschließlich der nuklearen Abrüstung, und zur Achtung des Völkerrechts", heißt es abschließend.

Unterdessen hat die US-Regierung das Vorgehen Panamas begrüßt. Der Sprecher des US-Außenministeriums, Patrick Ventrell, sagte: "Die Vereinigten Staaten unterstützen entschieden Panamas souveräne Entscheidung, das Schiff unter nordkoreanischer Flagge zu inspizieren" und "begrüßen die Maßnahmen, die die Regierung von Panama in diesem Fall unternommen hat". Die USA seien bereit, mit der ihr nahestehenden Regierung Panamas zusammenzuarbeiten, falls das Land dies wünsche.

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