Integration der Binnenstaaten soll verbessert werden

Asunción. Der stellvertretende Exekutivsekretär der Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (CEPAL), Antonio Prado, hat in einem Interview die integrative Rolle der Staatenbündnisse Union Südamerikanischer Staaten (UNASUR) und Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (CELAC) hervorgehoben. Zum Abschluss eines Treffens der südamerikanischen Binnenstaaten, an dem neben Delegationen aus Paraguay und Bolivien auch Vertreter der angrenzenden Küstenstaaten Chile, Brasilen und Peru sowie Abgesandte der UNO teilgenommen hatten, äußerte er sich zuversichtlich.

Die wirtschaftlichen, juristischen und politischen Probleme, die sich beim Umgang mit dem fehlenden Meereszugang von Bolivien und Paraguay ergeben, sollten auch mit aktiver Hilfe von UNASUR und CELAC gelöst werden. Die Bereitschaft, den beiden Binnenstaaten zu helfen, sei groß und werde von dem aktuellen Integrationsprozess in Lateinamerika und der Karibik unterstützt. Dabei sollen die Transitländer Brasilien, Peru und Chile in Zukunft mehr Verantwortung übernehmen und vor allem bei den Kosten für den Transport von Gütern durch ihre Länder sowie der Nutzung ihrer Häfen und anderer Verkehrsinfrastruktur Zugeständnisse machen.

Gerade in Bezug auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit und das wirtschaftliche Wachstum Lateinamerikas sei der regionale Zusammenhalt besonders wichtig, so Prado. Die CEPAL werde die dafür notwendigen technologischen und infrastrukturellen Fortschritte eng begleiten. Dabei könnte Paraguay von seiner Mitgliedschaft im Wirtschaftsbündnis MERCOSUR (Gemeinsamer Markt des Südens) und der Hilfe der daran beteiligten Staaten profitieren. Allerdings steht die Regierung des Landes dem MERCOSUR wegen der Aufnahme Venezuelas momentan ablehnend gegenüber und wird voraussichtlich nicht am kommenden Gipfeltreffen im Dezember in Caracas teilnehmen.

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