Venezuela setzt sich für Aufnahme Puerto Ricos in die CELAC ein

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Präsident Madudo bei der Veranstaltung zum 55. Jahrestag des Sieges der kubanischen Revolution im Teatro Municipal in Caracas
Präsident Madudo bei der Veranstaltung zum 55. Jahrestag des Sieges der kubanischen Revolution im Teatro Municipal in Caracas

Caracas. Die Regierung Venezuelas wird beim kommenden Gipfeltreffen der Gemeinschaft der lateinamerikanischen und karibischen Staaten (CELAC) die Einbeziehung Puerto Ricos in das Bündnis vorschlagen. Dies kündigte Präsident Nicolás Maduro am Mittwoch an. Außenminister Elias Jaua bereite ein entsprechendes Dokument vor. "Auf dass Puerto Rico den Weg Lateinamerikas gehe! (...) Eines Tages werden wir die Geburt einer Republik Puerto Rico erleben und gemeinsam ihre Unabhängigkeit festigen. Das wäre unsere größte Hommage an die Giganten: Bolívar, Martí und Chávez", sagte der Präsident während einer Veranstaltung zum 55. Jahrestag des Sieges der kubanischen Revolution im Teatro Municipal in Caracas. Maduro hatte sich bereits im vergangenen August für eine Mitgliedschaft der Karibikinsel in der CELAC ausgesprochen.

Puerto Rico wurde 1898 durch US-Truppen besetzt. Die USA gaben dem Land 1952 den Status des "assoziierten Staates" mit einem gewissen Grad an Autonomie. Verteidigungs- und Außenpolitik sowie Grenzregelungen  werden von Washington bestimmt.

Die CELAC vereint alle amerikanischen Länder mit Ausnahme der USA und Kanadas und wurde in Venezuela im Jahr 2011 auf Initiative des damaligen Präsidenten Hugo Chávez gegründet. Ziel des Bündnisses ist die regionale Integration und Entwicklung. Puerto Ricos Unabhängigkeit steht seit ihrer Gründung auf der Tagesordnung der CELAC, bereits beim ersten Gipfeltreffen 2012 wurde das Thema zur "Angelegenheit des Interesses" erklärt.

Das zweite Gipfeltreffen wird vom 25. bis 29. Januar in Havanna stattfinden. Kuba hat derzeit die turnusmäßige Präsidentschaft der CELAC inne, Ende Januar dieses Jahres übernimmt Costa Rica.

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