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Neues Bildungsprogramm für die Landbevölkerung in Nicaragua

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Das neue Programm soll den Zugang der Landbevölkerung zur Bildung verbessern
Das neue Programm soll den Zugang der Landbevölkerung zur Bildung verbessern

Managua. In Nicaragua hat ein Programm für technische Ausbildung in den ländlichen Gebieten begonnen. Damit will die Regierung den Zugang der Landbevölkerung zur Bildung verbessern.

Laut Walter Sáenz, stellvertretender Direktor für Nationale Technologie, wird das Programm gegenwärtig im ganzen Land aufgelegt. Wie Sáenz erläuterte, werden die Lernenden im Lauf des Kurses, der immer an Samstagen angeboten wird, in acht Modulen unter anderem in den Bereichen Handhabung von Boden und Wasser, Ernährung von Vieh und Obst-und Gemüseverarbeitung unterrichtet. Nach Abschluss dieser acht Module erhalten sie die Zertifizierung als Landwirtschaftstechniker. Die Kurse dauernd 18 Monate und werden landesweit in 820 Zentren angeboten.

Nach Angaben von Sáenz besteht ein großes Interesse in der Bevölkerung, neue Kenntnisse zu erlangen und ihre Lebensqualität zu verbessern. Man gehe nach der Methode "In der Praxis lernen" vor: die Auszubildenden würden die erworbenen Fachkenntnisse unmittelbar bei der Umsetzung ihrer landwirtschaftlichen Tätigkeiten anwenden. Der Unterricht sei kostenlos, die Lernenden erhielten die notwendigen Unterrichtsmaterialien und eine Einschreibung sei jederzeit möglich. Im Jahr 2014 sollen rund 41.000 Menschen in diese technische Ausbildung einbezogen werden, so Sáenz weiter.

Am vergangenen 15. Februar begann bereits der Fernunterricht der weiterführenden Schule. Dabei handelt es sich um ein weiteres Programm, mit dem die nicaraguanischen Behörden die Kontinuität der Bildung in den ländlichen Gebieten fördern. Daran beteiligen sich 19.000 Kinder, Jugendliche und Heranwachsende.

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