Chile / Menschenrechte

Mapuche-Aktivisten besetzen Land und fordern Rückgabe

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Rund 40 Angehörige der Mapuche-Gemeinde Ranquilco haben vergangene Woche mit der Besetzung begonnen
Rund 40 Angehörige der Mapuche-Gemeinde Ranquilco haben vergangene Woche mit der Besetzung begonnen

Collipulli, Chile. Angehörige der Mapuche-Gemeinde Rankilko im Gebiet Bajo Malleco haben Ländereien einer Holzfabrik besetzt. Nach Angaben des Werken Rodrigo Curipán fordern die rund 40 Indigenen Land zurück, auf dem bereits ihre Vorfahren lebten und das heute in Händen der beiden größten chilenischen Holz-Konzerne Mininco und Arauco ist.

Die Gemeinden führten seit langem ergebnislos einen friedlichen Kampf zur Rückgewinnung dieser Territorien und hätten sich nun für eine Besetzung entschieden, sagte Curipán. Dieses Land habe für die Mapuche großen kulturellen und politischen Wert. Die Besetzer seien entschlossen, so lange vor Ort zu bleiben, bis das Problem behoben sei und fordern, dass die Regierung "durch Dialog eine Lösung für den Fall findet". Zugleich betonen sie, dass "die Gemeinde, wenn nötig, von ihrem Recht auf Selbstverteidigung Gebrauch machen" werde, wünschten jedoch keine derartige Konfrontation, so der Werken.

Im Jahr 2009 hatte die dem Sozialministerium angegliederte zuständige Behörde für indigene Entwicklung (CONADI) zugesagt, das Land an die früheren Eigentümer zurückzugeben, aber bis heute wurde dies nicht umgesetzt. Auch die neue Regierung von Präsidentin Michelle Bachelet hat nach Angaben der Mapuche-Aktivisten bislang nichts unternommen.

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