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Technologientwicklung in Kuba von US-Blockade betroffen

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Kuba ist Mitglied der Internationalen Atomenergie-Organisation
Kuba ist Mitglied der Internationalen Atomenergie-Organisation

Havanna. Die seit mehr als 50 Jahren von den USA gegen Kuba verhängte Wirtschafts- , Finanz- und Handelsblockade hemmt offenbar die technologische Entwicklung in dem sozialistischen Inselstaat. Das teilte die kubanische Agentur für Nuklearenergie und Hochtechnologien (AENTA) in einem Bericht mit. So konnten kubanische Experten im Zeitraum 2013 bis August 2014 nicht an Veranstaltungen der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) teilnehmen, die in Städten der USA durchgeführt wurden, beklagte die Vorsitzende der AENTA, Luisa Aniuska Betancourt Hernández.

Die US-Blockade habe auch zu Verzögerungen bei der Durchführung internationaler Projekte geführt. Es sei nicht möglich gewesen, Technologien, Inventar und Ersatzteile in den USA oder bei Unternehmen mit US-Kapital aus Drittländern zu erwerben, sagte die Funktionärin gegenüber der kubanischen Nachrichtenagentur AIN.

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Kuba, das Mitglied der IAEO ist, könne außerdem seine finanziellen Verpflichtungen gegenüber dieser Organisation nicht erfüllen. So akzeptiere die Bank von Österreich die Beitragszahlung nicht, die Kuba der in Wien ansässigen IAEO zukommen lassen muss.

Die IAEO war im Jahr 1957 auf eine Initiative der UNO-Vollversammlung hin ins Leben gerufen worden, um die friedliche Nutzung der Kernenergie zu fördern und Unterstützung bei deren Forschung und Anwendung zu leisten, etwa bei der Nutzung von Radioisotopen in der Medizin, der Landwirtschaft, der Wasserwirtschaft, der Industrie und anderen Bereichen.

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