Treffen Linker aus Europa und Lateinamerika in Ecuador

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Präsident Correa betonte in seiner Rede die Notwendigkeit der Einheit der Linken
Präsident Correa betonte in seiner Rede die Notwendigkeit der Einheit der Linken

Quito. Das "Forum Progressives Lateinamerika" (ELAP) hat unlängst in Quito stattgefunden. Es nahmen 35 Parteien und soziale Bewegungen aus 20 Ländern teil. In zwei Arbeitsgruppen wurden Lösungskonzepte für die zukünftigen Herausforderungen progressiver Regierungen in der Region erarbeitet. Dazu wurde die Neuformierung rechter Bewegungen in Lateinamerika diskutiert sowie die damit einhergehenden Destabilisierungsversuche linker Regierungen in der Region.

Neben Vertretern der verschiedenen lateinamerikanischen Linksparteien nahmen auch Honduras' ehemaliger Präsident Manuel Zelaya und die Aktivistin der kolumbianischen Basisorganisation Marcha Patriótica, die frühere Senatorin Piedad Córdoba und zahlreiche Intellektuelle teil. Aus Spanien war Pablo Iglesias, Europaabgeordneter der spanischen Bürgerpartei Podemos, aus Griechenland Yannis Dragasakis von Syriza anwesend. Aus Deutschland nahmen Vertreter der Partei "Die Linke" teil.

In seiner Ansprache zum Abschluss des Forums erinnerte Rafael Correa, Präsident des Gastgeberlandes Ecuador, an den 30. September 2010. An diesem Tag hatte es ausgelöst durch einen Polizeistreik einen Putschversuch gegen Correa gegeben. So wie die Rechte sich vereine, um den Revolutionsprogress zu stoppen, so müsse auch die Linke vereint sein, sagte Correa und fügte hinzu: "Einen weiteren 30. September - nie wieder!" Die Anwesenden beteiligten sich am vergangenen Mittwoch an den Gedenkveranstaltungen zum Jahrestag des versuchten Staatsstreiches.

In der internationalen geopolitische Ordnung, so Correa, bestünden weiterhin neokolonialistische Schemata. Nur mit dem Ausbau der Integration könne es eine zweite und definitive Unabhängigkeit auf dem Subkontinent geben, so Correa. Er forderte, dass Einrichtungen wie die Bank des Südens, eine vom verstorbenen venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez initiierte südamerikanische Entwicklungsbank sowie der von dessen Nachfolger Nicolás Maduro geforderte südamerikanische Währungsfond in die Praxis umgesetzt werden.

Das Treffen wurde mit einem Aktionsplan zum Entgegenwirken der neu erstarkten rechten Bewegungen abgeschlossen. Für das Jahr 2015 wurde ein weiteres Treffen, erneut in Quito, vereinbart.

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